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Oschatz Oschatzer Kämmerer Jörg Bringewald will Vize-Bürgermeister in Meißen werden
Region Oschatz Oschatzer Kämmerer Jörg Bringewald will Vize-Bürgermeister in Meißen werden
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09:22 06.07.2016
Quelle: dpa-Zentralbild
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Oschatz/meissen

Jörg Bringewald will stellvertretender Rathaus-Chef in Meißen werden. Entsprechende Gerüchte bestätigte der Kämmerer der Stadtverwaltung Oschatz jetzt auf Nachfrage. Seit Beginn des Jahres 2003 ist Bringewald nicht nur Herr über die Oschatzer Stadtfinanzen, sondern als Beigeordneter auch die Nummer 2 im Rathaus und hauptamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters Andreas Kretschmar.

Bringewald bewarb sich unlängst auf eine Ausschreibung der Stadtverwaltung Meißen. Diese sucht einen Nachfolger für den Bürgermeister – so die Bezeichnung für den hauptamtlichen Stellvertreter des gewählten Oberbürgermeisters in der Elbestadt. Amtsinhaber Hartmut Gruner erklärte im Mai, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Gruners Amtszeit endet am 4. Oktober. Vor reichlich fünf Wochen schrieb die Stadtverwaltung Meißen die Stelle neu aus. Die Arbeitsbereiche des Bürgermeisters in Meißen umfassen Finanzen, Ordnungs- und Familienamt. Die bisherigen Aufgaben Bringewalds in Oschatz würden im Rathaus seiner Heimatstadt Meißen also noch etwas erweitert.

Seit 14 Jahren Kämmerer in Oschatz

Der Oschatzer Beigeordnete ist nach eigenen Angaben kurz vor seinem 50. Geburtstag auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Für ihn spielten bei der Entscheidung, sich zu bewerben, persönliche Umstände eine Rolle. Der Diplom-Verwaltungswirt (FH) ist verheiratet und Vater zweier Kinder, die noch im Haushalt ihrer Eltern leben. Außerdem fiele bei einer Tätigkeit in seinem Wohnort Meißen der tägliche Fahrtweg nach Oschatz und zurück von 60 Kilometern weg. Vor seinem Amtsantritt in Oschatz war der 49-Jährige als Leiter der Kommunalaufsicht im Landkreis Meißen sowie als Kämmerer im Landkreis Sächsische Schweiz tätig.

Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar ist zwiegespalten im Hinblick auf die Entscheidung seines Stellvertreters. „Die persönlichen Gründe, die Jörg Bringewald zu dieser Bewerbung bewogen haben, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Allerdings ist damit auch die Tatsache verknüpft, dass nach fast 14 Jahren die Zusammenarbeit mit einem soliden Kämmerer beendet sein könnte.“ Bringewalds zweite Amtsperiode im Oschatzer Rathaus endet ebenfalls offiziell im Herbst.

In einem Teil der Fraktionen des Oschatzer Stadtrats waren die Ambitionen Bringewalds bereits bekannt. Dietmar Schurig, Fraktionschef der CDU, überrascht diese Nachricht jedoch. „Es wäre äußerst schwierig, einen solch kompetenten Mann wie ihn wieder zu bekommen“, sagt er. Der mögliche Weggang Bringewalds wäre bedauerlich, denn „die Kooperation mit dem Stadtrat gelang ihm immer gut.“ Ferner habe sich der Kämmerer mit dem Stadtoberhaupt ergänzt und wollte selbst nie im Vordergrund stehen, schätzt Schurig ein.

Schneider: Meister seines Fachs

„Jeder wählt seine Wege frei“, kommentiert Thomas Schneider die Absicht des Beigeordneten. Für den Fraktionschef der Linkspartei im Oschatzer Stadtrat ist der 49-Jährige ein „Meister seines Fachs, der bereit und in der Lage ist, um die Ecke zu denken“. Schneider schätzt an Bringewald, dass er bei der Finanzplanung „neue Wege einschlägt und vertretbare Risiken eingeht“. Auch als Mitglied des Aufsichtsrats der Oschatzer Wohnstätten GmbH und als Geschäftsführer der Freizeitstätten GmbH könne Oschatz von seinem Sachverstand profitieren: „Sein Weggang wäre ein Verlust für unsere Stadt“, resümiert Thomas Schneider.

Als Kopf der FDP-Fraktion erinnert Falk Zschäbitz daran, dass mit dem eventuellen Weggang Bringewalds auch die Führung der Oschatzer Freizeitstätten GmbH neu besetzt werden müsste. „Aber noch ist er nicht verschwunden“, sagt der Merkwitzer und bescheinigt dem Fachmann, eine „gute Arbeit“ für Oschatz in allen Bereichen geleistet zu haben, in denen er eingesetzt war.

Uta Schmidt (Grüne) gehört zur Fraktion, die Vertreter ihrer Partei mit denen der SPD und der Freien Wähler bilden. Sie sieht für den Fall, dass Bringewald Oschatz verlässt, eine Chance für andere, konkret jene Junge, die ihre Wurzeln hier haben, gut ausgebildet sind und der Arbeit wegen in die alten Bundesländer gegangen sind. „Wenn diese Stelle neu besetzt wird, sieht so jemand vielleicht die Möglichkeit, zurückzukehren“, hofft sie.

Von Christian Kunze

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