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Oschatzer Kameraden bekommen Feuerlöschanlage für die Ausbildung

Brandbekämpfung Oschatzer Kameraden bekommen Feuerlöschanlage für die Ausbildung

Die Freude bei den Oschatzer Feuerwehrkameraden war groß. Sie haben eine Anlage gesponsert bekommen, die für die Ausbildung genutzt wird, denn damit kann das Löschen geprobt werden. Zu verdanken haben das die Feuerwehrleute von Marktkauf-Chef Jörg Krumbiegel und der Lebenshilfe, vertreten durch den Leiter Markus Drexler und Manja Elschner.

Tobias Scholz konnte das Feuer schnell löschen. Die Anwesenden waren begeistert.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Bei der Feuerwehr brennt’s! Stimmt, aber nur als Übung. Davon konnten sich jetzt der Oberbürgermeister (OB) Andreas Kretschmar (parteilos) und Unterstützer des Projekts überzeugen.

Die Kameraden der Oschatzer Feuerwehr verfügen jetzt über eine so genannte Feuerlöschübungsanlage. „Damit sind wir wieder ein Stück weiter“, freute sich der OB, der auch verkünden konnte, dass der Marktkauf Oschatz und die Lebenshilfe bei der Anschaffung als Sponsoren fungierten. Vertreten wurden die Unternehmen von Chef Jörg Krumbiegel und die Lebenshilfe von Leiter Markus Drexler und Manja Elschner. Außerdem gaben die Feuerwehrleute Geld aus der Kameradschaftskasse dazu.

Wehrleiter Lars Natzke sagte, dass dieses Gerät für die Vorbeugung und die Ausbildung verwendet wird. „Wer weiß denn schon, wie der Feuerlöscher richtig eingesetzt wird?“, fragte er. Mit dieser Übungsanlage könne beispielsweise demonstriert werden, was passiert, wenn Wasser mit heißem Öl in Verbindung kommt. Und Jörg Krumbiegel erklärte, dass es wichtig sei, dass Brände am Anfang erstickt werden, damit Minuten später nichts Schlimmeres passiert. Deshalb wird auch immer wieder geprobt, egal, ob bei einer großen Übung oder bei einer Präsentation im Rahmen einer Veranstaltung. Die Lebenshilfe brachte noch drei Übungsfeuerlöscher mit, „die immer wieder neu befüllt und verwendet werden können“. Der OB betonte dazu, dass das Feuerlöschübungsgerät beliebig erweitert werden kann und somit verschiede Brände simuliert werden können, zum Beispiel ein Küchenbrand.

Bei den anwesenden Kameraden kam das Sponsoring richtig gut an, auch sie stellen sich immer wieder neuen Anforderungen. Und je mehr sie ihr Wissen erweitern und weiter geben, um so erfolgreicher können sie ihre Einsätze gestalten – schließlich geht es oft auch um Leben oder Tod.

Auch wenn es nur um eine kleine Übungsanlage geht – diese praktisch einzusetzen hilft möglicherweise Menschenleben retten. Deshalb sind Wehrleiter Lars Natzke und seine Feuerwehrleute daran interessiert, dass sehr viele Menschen damit vertraut gemacht werden und auch immer die richtige Entscheidung treffen, welcher Brand womit gelöscht werden muss

In erster Linie werde die Anlage für die Feuerwehrausbildung benutzt. „Natürlich gefällt das jungen Kameraden, wenn sie live sehen und lernen, was zu tun ist, wenn ein Brand in einer Wohnung ausbricht oder auch in einer öffentlichen Einrichtung, wie in einem Kindergarten.

„Das Thema haben wir bereits vor drei Jahren etwa in verschiedene öffentliche Gebäude gebracht“, so Natzke. So sei die Feuerwehr auch schon ans Thomas-Mann-Gymnasium gebeten worden, um das Löschen eines Brandes zu demonstrieren. „Das hing mit dem Chemie-Unterricht zusammen“, sagte er im Gespräch mit der Oschatzer Allgemeinen.

Auch an der Oberschule „Robert Härtwig“, bei Marktkauf und in Kindergärten hätten die Kameraden bereits Brände demonstriert oder simuliert, damit die Einsatzkräfte die richtigen Entscheidungen treffen und einen Feuerlöscher korrekt bedienen.

Jetzt gibt es dafür das neue Gerät. „Damit können wir noch anschaulicher erklären, was zu tun ist“, so Natzke. Denn je mehr sich daran beteiligen würden, desto besser können die Erwachsenen zum Brandschutz beitragen. Deshalb dankten die anwesenden Oschatzer Kameraden den Sponsoren. Ohne sie würden die Feuerwehrleute nach wie vor improvisieren müssen. Mit der Feuerwehrübungsanlage können auch Fehlerquellen beseitigt werden.

Von Gabi Liebegall

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