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Oschatz Oschatzer Kardiologen machen auf Risikofaktoren aufmerksam
Region Oschatz Oschatzer Kardiologen machen auf Risikofaktoren aufmerksam
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15:52 30.11.2012

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Allein das Wort Herzinfarkt erzeugt bereits Angstgefühle - ist diese Angst berechtigt?

Ja. Auch heute versterben noch etwa ein Viertel aller Patienten an dieser Erkrankung. Und dies zumeist, bevor sie ein Krankenhaus erreichen.

Trotz aller Verbesserungen in der Behandlung zeigt die Statistik, dass die Zahl der Menschen, die am Herzinfarkt versterben, in Sachsen und insbesondere im Kreis Nordsachsen eher zunimmt.

Was passiert eigentlich bei einem Herzinfarkt im Körper?

Die Selbstversorgung des Herzens mit Blut ist plötzlich so gestört, dass Herzmuskelzellen absterben. Damit fällt Herzleistung aus. Der Patient hat Luftnot neben den meist starken Brustschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Hals und den Oberbauch. Zum anderen können gefährliche Rhythmusstörungen auftreten wie Herzkammerflimmern. Sie führen dann in wenigen Minuten zum Tod, wenn nicht jemand sofort eine Wiederbelebung mit Herz-Druck-Massage durchführt.

Je eher die Behandlung einsetzt, umso weniger Gewebe stirbt ab. Die Größe der Narbe am Herzmuskel bestimmt somit wesentlich die Pumpleistung und damit die zukünftige Leistungsfähigkeit des Patienten.

Welche Menschen sind für diese Krankheit besonders anfällig?

Risikofaktoren für Herzinfarkt beziehungsweise koronare (auf die Herzkranzgefäße bezogen, d. Red.) Herzerkrankung sind Rauchen, erhöhte Blutfettwerte. Auch wenn nahe Verwandte, bereits deutlich vor dem 70. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten haben, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, viel Stress und wenig körperliche Aktivität vorliegen, ist von einem erhöhten Risiko auszugehen.

Wie kündigt sich ein Herzinfarkt an?

Man sollte seine Risikofaktoren zusammen mit seinen behandelnden Ärzten erkennen und sich überlegen, welche man davon vielleicht beeinflussen kann. Jeder sollte sich Ziele setzen, die er dann auch selber kontrolliert. Wir wollen dafür praktische Tipps geben.

Der Altersdurchschnitt der Menschen in der Region Oschatz steigt kontinuierlich. Nimmt parallel dazu auch die Zahl der Herzinfarkte zu?

Die Zahl der Herzinfarkte hat insgesamt nur leicht zugenommen. Problematisch ist vor allem die schon erwähnte Zunahme der Sterblichkeit, die in Nordsachsen über 20 Prozent beträgt. Zusätzlich sind die Folgen der infarktbedingten chronischen Herzschwäche gravierend. Es gibt noch viel zu tun. Fragen:

Vorträge zur Oschatzer Herz-Veranstaltung

Die öffentliche Vortragsveranstaltung im Rahmen des Herzmonats 2012 beginnt am kommenden Mittwoch, um 18 Uhr im Thomas-Müntzer-Haus.

18 bis 18.35 Uhr:

, Facharzt Innere Medizin/Kardiologie an der "Collm Klinik": "Erkennung und Behandlung des akuten Herzinfarktes in der Region Oschatz"

18.35 bis 19.10 Uhr:

, Facharzt für Orthopädie: "Brustschmerz - wann ist eher die Wirbelsäule schuldig? Wie sind solche Schmerzen linderbar?"

19.10 bis 19.45 Uhr:

, Facharzt Innere Medizin/Kardiologie. "Koronare Herzerkrankung - welche Risikofaktoren kann ich beeinflussen? Wie kann ich das messen?"

19.45 bis 20 Uhr:

, Diabetesberaterin: "Zehn goldene Regeln zur gesunden Ernährung und Gewichtsreduktion"

Frank Hörügel,

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