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Oschatz Oschatzer Kinderärztin warnt: Zu viel Zucker in den Zuckertüten
Region Oschatz Oschatzer Kinderärztin warnt: Zu viel Zucker in den Zuckertüten
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15:23 31.07.2017
In die Zuckertüten gehören nicht nur Süßigkeiten. Quelle: Foto: Sabine Braun
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Oschatz

Beim Gedanken an die Zuckertüte tauchen meist bergeweise Süßigkeiten auf. Schokolade, Gummibären, Kekse – die süßen Leckereien springen den frisch eingeschulten Mädchen und Jungen förmlich entgegen. Doch nur, weil die Zuckertüte so heißt, bedeutet das nicht, dass sie zwangsläufig auch mit Zucker vollgestopft sein muss, sagt Margit Thieme, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin in Oschatz. „Das Packen einer Zuckertüte oder auch Schultüte ist ein deutscher Brauch. Mit ihr wird der Übergang vom Kindergarten- in das Schulalter begleitet, meist auch gefeiert. Aus kinderärztlicher Sicht sollte die Zuckertüte nicht überwiegend mit Süßigkeiten gefüllt sein.“

Kleine Nascherei für Schulanfänger ist erlaubt

So könnte auch das Lieblingsobst, Reiswaffeln oder ein gesunder Vollkorn- oder Müsliriegel in der Zuckertüte Platz finden. „Bastelmaterial, Stifte oder ein kleines Spielzeug, Dinge, die den Lese- und Schreiberwerb, die Geschicklichkeit, die Konzentration oder die Sprache fördern, könnten den Schulbeginn gestalten. Eine Brotdose und eine Wasserflasche wären auch eine Möglichkeit. Weniger geeignet sind aus meiner Sicht ein Handy oder Computerspiel“, so die Oschatzer Kinderärztin.

Gerade für die Zahngesundheit, auf die die Kinder ganz besonders achten müssten, wäre eine neue Zahnbürste mit Superhelden- oder Prinzessinnenmotiv eine gute Idee. „Eine kleine Nascherei verbietet niemand, das wäre auch falsch. Kinder orientieren sich beim Essen an ihren Eltern. Ernähren sie sich ausgewogen, machen es ihnen die Kinder in aller Regel nach“, sagt Dr. Ulla Lieser, Leitende Oberärztin der Helios-Kinderklinik in Leisnig.

Richtige Ernährung: optimierte Mischkost

Doch wie sieht eine richtige Ernährung aus? „Die Ernährung eines Schulanfängers ist eine optimierte Mischkost, bestehend aus drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten, darunter eine warme Mahlzeit. Hier gilt: reichlich pflanzliche Lebensmittel, Getreide, Gemüse, Obst und zuckerfreie Getränke, mäßig tierische Lebensmittel, Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Eier, sparsam fett- und zuckerreiche Lebensmittel, Butter, Süßwaren, Knabberartikel – nur fünf Prozent der Gesamtenergiemenge. Ein Überangebot an Energie durch zuviel Fett- und Süßigkeitenverzehr, kombiniert mit Bewegungsmangel, führt zu Übergewicht und dessen Folgeerkrankungen“, sagt Margit Thieme.

Achten die Eltern bei dem Füllen der Zuckertüte auf eine ausgewogene Mischung mit süßen und gesunden Lebensmitteln, Lern- und Spielzeug, steht einem gelungenen Schulstart nichts mehr im Wege.

Von Kristin Engel

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