Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Kinowoche wird 2019 wieder stattfinden
Region Oschatz Oschatzer Kinowoche wird 2019 wieder stattfinden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:53 28.02.2018
Kein Kinobesuch ohne Popcorn: Sandra Käseberg bietet den süßen Snack in der Stadthalle an. Quelle: Foto: Christian Kunze
Anzeige
Oschatz

Rate mal, was im Kino kommt, hieß es vom 19. bis 25. Februar in der Stadthalle. Mit Popcorn, Eisfrau, Tribünenbestuhlung und regionalen Werbespots herrschte eine Atmosphäre wie im echten Lichtspielhaus. Es war zwar nicht ganz so gemütlich wie in der Kleinkunstbühne des E-Werks, aber das ist es in den Sälen der umliegenden Kinos in Grimma, Döbeln und Riesa ja auch nicht.

Dass hier für richtiges Filmflair gesorgt wurde, gefiel auch Katrin Hanel. „Da fehlt nur noch der Kartenabreißer“, sagt sie – und hofft, dass die Kinowoche 2019 wiederholt wird, denn „in Oschatz brauchen die Dinge immer ein wenig, bis sie angenommen werden.“ Nach ihrem ersten Besuch am Sonnabendabend löste sie deshalb am Sonntag zum finalen Film gleich noch ein Ticket. Zwei Mal im Altmarktkino war auch Claudia Simon-Lehmann. Einmal dienstlich und einmal privat. Die Erzieherin des Hortes in Calbitz schaute am Dienstag mit einer Gruppe „Matilda“ – weil die meisten den ebenfalls in die engere Auswahl genommenen Disneyfilm „Findet Nemo“ schon kannten, erklärte sie.

Kita Spatzennest bei „Arielle“ in der ersten Reihe

Maria Rettcke entschied sich am Sonnabendabend spontan mit ein Paar Freunden, den Thriller „Split“ zu schauen. Allen hat es gefallen. „Es war echt schön, in Oschatz ins Kino gehen zu können. Für das nächste Mal fände ich es klasse, wenn noch ein paar mehr Filme am Wochenende laufen würden, dann wäre ich mit Sicherheit auch öfter da.“

Die jüngsten Besucher waren die Steppkes der Naundorfer Kindertagesstätte „Spatzennest“. Bei „Arielle, die Meerjungfrau“ saßen sie in der ersten Reihe. Auch Erzieherin Mareen Kern (29) erlebte nostalgische Momente. „Als ich den Film, das letzte Mal gesehen habe, war ich selbst noch ein Kind. Es ist toll, dass diese Möglichkeit in Oschatz geschaffen wurde. Sonst müssen wir den Kinomann zu uns einladen oder deutlich weiter fahren, um das zu erleben“.

Neuauflage im kommenden Jahr geplant

Das Kinoerlebnis vor der Haustür, noch dazu für einen günstigen Preis, lockte in 19 Vorstellungen insgesamt 642 zahlende Zuschauer an. „Die Kindervorstellungen waren am besten besucht, dicht gefolgt von den Vorstellungen am 23. und 25. Februar“, präzisiert die Leiterin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH, Uta Moritz. Sie wertet die erste Kinowoche als Erfolg und erklärt, dass es auch im Jahr 2019 ein solche geben wird. „Wir und vor allem die Gäste waren sehr zufrieden. In Bezug auf Bildqualität gab es vereinzelt Luft nach oben“, nennt sie einen Verbesserungsvorschlag für 2019.

Unverständnis rief zum Teil die Entscheidung hervor, die Filmtitel nicht zu nennen. Doch dafür liefert Uta Moritz eine Erklärung. „Wir entschieden uns im Vorfeld für das Lizenzangebot, welches wirtschaftlich vertretbar ist. Bestandteil dieser Vereinbarung war, keine Bewerbung des Filmes in Originalbild und -titel und keine Erhebung eines Eintritts, nur Unkostenbeitrag in bekannter Höhe.“

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sehen, riechen, fühlen, schmecken und hören - die fünf Sinne des Menschen standen jüngst im Mittelpunkt in der Stadtbibliothek Oschatz. Die erste von zahlreichen Veranstaltungen im Aktionsjahr zum 140-jährigen Bestehen richtete sich vor allem an junge Besucher. Sie gingen auf eine Wahrnehmungsreise.

21.04.2018

Die sächsischen Schmalspurbahnen haben 2017 so viele Gäste wie noch nie zuvor begrüßen können. Auch die Döllnitzbahn konnte wieder zulegen. Grund sind unter anderem ein paar eisenbahnverrückte Engländer.

03.03.2018

Die Grünen im sächsischen Landtag begrüßen den geplanten Bau des lang geforderten Radweges entlang der S 31 bei Mügeln. Zugleich äußert die Fraktion Kritik am zuständigen Ministerium und warnt davor, dass die Anwohner „bis zum St.-Nimmerleinstag“ auf den Baubeginn warten könnten.

28.02.2018
Anzeige