Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Kleinkunstbühne mit Krimi-Lesung eröffnet
Region Oschatz Oschatzer Kleinkunstbühne mit Krimi-Lesung eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:49 18.09.2017
Cathrin Moeller hier mit Accessoires ihrer Krimis und beim Signieren ihrer Bücher für die Oschatzer Leser. Quelle: Foto: Christian Kunze
Anzeige
Oschatz

Vorhang auf für Kleinkunst: In der Alten Schaltwarte des soziokulturellen Zentrums E-Werk gibt es dafür jetzt eine Bühne. Die Vereinsmitglieder haben den kleineren der beiden Veranstaltungssäle im vergangenen halben Jahr in Eigenleistung umgebaut. Hier gibt es jetzt eine Bar, erlesene Getränke, eine gemütliche Atmosphäre und regelmäßig kulturelle Veranstaltungen.

Bestseller-Autorin Cathrin Moeller liest aus „Mordsacker“

Den Auftakt machte am Sonnabend Bestseller-Autorin Cathrin Moeller aus Delitzsch. Ihr dritter Roman „Mordsacker“ stand im Mittelpunkt eines Abends rund um Literatur. Denn die studierte Theaterpädagogin las nicht nur aus dem Buch vor, sondern verriet im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum auch Kniffe ihres Handwerks. So erfuhren die rund 20 Besucher, dass die Autorin schwarzhumoriger Kriminalromane immer zuerst den Täter charakterisiert, ehe sie sich dem Opfer und schließlich der Mordtat widmet. Der Ermittler kommt – wie bei realen Kriminalfällen - erst danach ins Spiel.

Die Leichen fallen den Akteuren bei Moeller mitunter buchstäblich vor die Füße, während sie etwas ganz anderes vorhatten. Aus der Laune heraus, die Stücke für Theaterprojekte mit Schülern selbst zu schreiben, entstand schließlich die Romanidee. So einfach kam Cathrin Moeller zur Belletristik. Momentan ist ihr viertes Buch in Arbeit. Hilfe bei der Recherche leistet, wie bereits zuvor, ihr Ehemann. Denn der ist Kriminalkommissar und kennt die Details. Weitere Informations- und Inspirationsquellen sind die Provinz, in der Moeller lebt, der Alltag oder eben besonders markante Situationen. All ihren ausschließlich weiblichen Hauptfiguren ist gemein, dass sie am Anfang der Handlung einen folgenschweren Fehler begehen und diesen wieder ausbügeln müssen. Dass dabei nicht nur sympathische Typen entstehen, stört sie nicht. „Eine Figur, die allen gefällt, ist langweilig“, kontert Moeller entsprechende Kritik.

Ratten fressen am liebsten genetisch verändertes Obst

Das Besondere am Schreiben neben den Figuren sei die zwingend notwendige Recherche und der damit verbundene erweiterte Horizont. So hat die Delitzscherin unter anderem erfahren, dass Ratten am liebsten genetisch verändertes Obst fressen und Schweine in einer eigenen Sprache untereinander kommunizieren. Die Möglichkeit, das zu erweitern, besteht, denn „Mordsacker“ ist nur der Auftakt zu einer ganzen Serie von Büchern. Wer die Lesung verpasst hat, bekommt vielleicht die Chance, wenn Cathrin Moeller noch einmal in Oschatz liest – aus ihrem vierten Roman.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer bei Kirmes an Rummel, Bier und laute Musik denkt, liegt nicht ganz falsch. In Dahlen gab es schon zum zweiten Mal ein großes Kinderland bei diesem Volksfest – das insgesamt viele Besucher anlockte und allen Altersklassen ein unterhaltsames Wochenende bot.

18.09.2017

Der Umbau des Oschatzer Platsch-Bades verzögert sich um einige Monate. Ursprünglich war der Start im Februar 2018 anvisiert, jetzt soll es vor Beginn der Freibadsaison im nächsten Jahr losgehen.

19.02.2018

Kinder, Eltern, Lehrer und Schulvereinsmitglieder in Schweta haben allen Grund zum Feiern. Sie konnten jetzt die neue Turnhalle in Besitz nehmen. Die Halle wurde für rund 900 000 Euro gebaut. Dafür wurden keine Fördermittel in Anspruch genommen. Allerdings musste ein Kredit aufgenommen werden und waren und sind Spenden erforderlich.

18.09.2017
Anzeige