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Oschatz Oschatzer Kommunalpolitiker setzen auf Facebook-Account
Region Oschatz Oschatzer Kommunalpolitiker setzen auf Facebook-Account
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09:59 07.11.2016
Albert Pfeilsticker Quelle: AFP
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Oschatz

Klick für Klick Kommunalpolitik: Was in Oschatz und der Region passiert, wird auf der Straße, in der OAZ und im Netz Thema. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder der Kurznachrichtendienst Twitter sind unmittelbar, schnell und manchmal auch derb.

Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) bewegt sich seit geraumer Zeit auf Facebook – mit einem Benutzerkonto (Account), das er selbst pflegt und verwaltet. Das Rüstzeug für den Umgang mit dem Medium holte er sich auf einer entsprechenden Fortbildung – denn vor Hackerangriffen auf das eigene Profil schützt kein Promi-Bonus – im Gegenteil, er lockt Hacker an. Vernetzt ist der Rathauschef mit mehr als 1000 Freunden – ob er jedermann, von dem eine Anfrage kommt, persönlich kennt, spielt keine Rolle. „Ich habe noch nie eine Person aus meiner Liste gelöscht“, sagt er. Im Gegenzug gibt es Anfragen von Profilen, die er nicht bestätigt. Künstler oder Personen des öffentlichen Lebens gehören dazu, genauso offensichtlich gefälschte Accounts, die sich durch offenherzige Fotos leicht bekleideter junger Frauen auszeichnen.

Informationen sind entscheidend

Der Hauptgrund, sich bei Facebook anzumelden, war für ihn die Information: „Nur wenn ich weiß, wie städtische Ereignisse und Entscheidungen im Netz kommentiert, diskutiert und leider auch fehlinterpretiert werden, kann ich beim direkten Kontakt mit Bürgern – auf der Straße, in Sitzungen oder anderen Veranstaltungen, darauf eingehen, ergänzen oder Missverständnisse aufklären.“

Auf Äußerungen zu den genannten Themen im Netz selbst verzichtet Kretschmar: „Mir ist bewusst, dass ich mein Amt nicht von meiner Person trennen kann. Dennoch ist die Facebookseite die Initiative der Privatperson Andreas Kretschmar. Die Koordination der Inhalte durch die Stadtverwaltung wäre aus datenschutzrechtlichen Gründen grenzwertig“, begründet er.

Auf die Frage, ob er auch „offline“ sein kann, entgegnet der Bornaer klar: „Ja“. Derzeit befindet er sich im Jahresurlaub – Zeit, die Kanäle zum Job stillzulegen. Bilder und Statements aus der Ferne postet er nach der Rückkehr ins Rathaus – als Bilanz. „Erreichbarkeit hat ihre Grenzen. Im Urlaub ist eine separate Handynummer auf Empfang. Und die kennen nur meine Frau, meine Sekretärin und der Landrat“, verdeutlicht er.

Pfeilsticker permanent online

Nahezu permanent online ist dagegen Albert Pfeilsticker. Via Facebook hält er Kontakt zur Heimat im Allgäu und den ehemaligen Studienkollegen. Der CDU-Stadtrat ist leidenschaftlicher Bahnfahrer und dokumentiert zudem seine nationalen und internationalen Reiseziele – mit Hintergründen zu geschichtsträchtigen Gebäuden und Plätzen. Er wolle damit Wissenslücken bei der jungen Generation schließen, die er bei Auszubildenden in seiner Anwaltskanzlei feststellt.

Auch kommentiert und diskutiert er politisches und gesellschaftliches Geschehen. Dies sei nötig, um das Netz nicht anderen, extremen Kräften zu überlassen, die negativ und populistisch Stimmung machen . „Sie nutzen das Internet mit Vorliebe für ihre Zwecke, hier muss die politische Mitte gegensteuern. Sie tut das noch zu zögerlich“, meint er.

Von Christian Kunze

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