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Oschatzer Krankenhaus ist Spitze: Patienten sind voll zufrieden mit der Collm-Klinik

Medizin Oschatzer Krankenhaus ist Spitze: Patienten sind voll zufrieden mit der Collm-Klinik

Im Wettbewerb mit gut 100 weiteren Krankenhäusern bundesweit ging die Collm-Klinik als Sieger in Sachen Patientenzufriedenheit hervor. Das ergab eine Befragung der auf solche Analysen spezialisierten Anaquestra GmbH Berlin. Das Unternehmen ließ außerdem Mitarbeiter und einweisenden Ärzte über ihre Zufriedenheit mit den Hospitalen abstimmen.

Oberarzt Fritz Herschelmann, Geschäftsführerin Sabine Trudel (v.l.) und Pflegdienstleiter Heiko Wolf (r.) nehmen das Zertifikat von Antje D´Agostino entgegen.

Quelle: Christian Kunze

Oschatz/Berlin. Auszeichnung für die Collm-Klinik in der Parkstraße: Bei einer bundesweiten Befragung erreichte die Einrichtung den ersten Platz bei der Patientenzufriedenheit. Am Dienstag wurde das Zertifikat im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung in Oschatz offiziell übergeben. Die Auszeichnung erfolgte bereits im Februar während der 11. Rhein-Main-Zukunftskonferenz in Offenbach (wir berichteten).

Das Berliner Unternehmen Anaquestra, einer der führenden Spezialisten für Zufriedenheitsanalysen im Gesundheitswesen, führte die Erhebung im vergangenen Jahr an über 100 Kliniken in ganz Deutschland durch – umgesetzt durch insgesamt 19 eigens dafür bevollmächtigten Befragungsinstitute. „Dabei wurden das Wohlbefinden von Patienten, Mitarbeitern und einweisenden Ärzten ermittelt. Das höchste Gesamtergebnis erzielte hierbei das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg. Das Klinikum Bergmannstrost in Halle und das Hamburger Albertinen-Krankenhaus lagen bei Mitarbeitern und einweisenden Ärzten vorne. Bei der Patientenzufriedenheit jedoch konnte das Oschatzer Krankenhaus mit dem besten Ergebnis punkten“, informiert Antje D´Agostino vom Marketing der Anaquestra GmbH.

Die Kriterien umfassten die Bereiche Ärzte, Pflege, Hotellerie, Organisation und Infrastruktur. Es fand eine poststationäre Befragung statt. Pro Abteilung wird eine feste Anzahl von Patienten befragt, die zufällig ermittelt werden. „Die Rücklaufquote der Fragebögen beträgt 20 bis 30 Prozent“, so D´Agostino.

Insgesamt lag das Oschatzer Krankenhaus bei allen zu beurteilenden Kriterien im sehr guten Bereich und erlangte jeweils Werte in der Spanne zwischen 80 und 90 Prozent des bestmöglichen Ergebnisses.

Für Klinik-Geschäftsführerin Sabine Trudel ist dieses Resultat Bestätigung und Ansporn zugleich. „Freundlichkeit ist unsere Medizin“, betonte sie vor ihren Mitarbeitern. Die Zufriedenheit der Patienten ließe sich ihrer Auffassung nach anhand von drei Parametern messen. „Kompetenz, Leistung und Information während der Verweildauer. Die Freundlichkeit des Personals spiegelt sich in allen drei Bereichen wider“. Trudel machte aber auch keinen Hehl daraus, dass der Spagat zwischen wirtschaftlicher Tätigkeit auf der einen und Mindestanforderungen sowie gestiegenen Qualitätsstandards auf der anderen Seite gemeistert werden müsse.

Dieser Spagat gelingt offenbar, denn 2016 schrieb die Klinik schwarze Zahlen – und das obwohl im Umkreis von 15 bis 30 Kilometern mehrere Krankenhäuser sind, mit denen sich das Oschatzer im Wettbewerb befindet.

Hinzu kommt, dass Patienten weniger als Gäste, denn vielmehr als wirtschaftlicher Faktor betrachtet werden. „Je länger ein Patient bei uns verweilt, um so akribischer schaut uns der Medizinische Dienst der Krankenversicherung auf die Finger“, so Trudel.

Die Fallzahlen in fast allen Abteilungen blieben gegenüber dem Vorjahr stabil und entsprechen einer Auslastung von 75 Prozent. Während sie in der Inneren Medizin leicht zugenommen haben, gab es lediglich in der Gynäkologie einen erheblichen Rückgang – resultierend aus der Schließung der Entbindungsstation Anfang Dezember 2015.

Gleichwohl räumte Sabine Trudel ein, dass es bei der Mitarbeiterzufriedenheit noch Nachbesserungsbedarf gäbe. Entsprechend des im Jahr 2015 geschlossenen Haustarifvertrages werde es im kommenden Jahr Verhandlungen um eine angemessene Entgelt-Steigerung für die Klinik-Angestellten geben.

Verbesserungen strebt die Geschäftsführerin zudem in den Bereichen Dokumentation, Information und Wundmanagement an. „Wir arbeiten weiter an unserem Anspruch, dass jeder Patient nach dem Abschluss seines Aufenthalts ein persönliches Entlass-Gespräch bekommt“, nannte sie ein konkretes Beispiel. Das Wundmanagement sei zwar zufriedenstellend, allerdings noch nicht zertifiziert: „Daran arbeiten wir“, stellte die Geschäftsführerin ein wichtiges Ziel in Aussicht.

Von Christian Kunze

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