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Oschatz Oschatzer Landwirt fällt 30 Pappeln an der Arbeitsagentur
Region Oschatz Oschatzer Landwirt fällt 30 Pappeln an der Arbeitsagentur
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15:46 14.02.2017
Ein Traktor mit Anhänger räumt die an der Arbeitsagentur gefällten Pappeln beiseite.
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Oschatz

Regelmäßig geht Ingrid Krause mit ihrem Ehemann Günter in Oschatz spazieren. Unlängst traute die Oschatzerin ihren Augen nicht, als sich ihr auf einer vertrauten Route dieses Bild bot. „Unweit des Biberweges, entlang eines Feldes am Oschatzer Arbeitsamt, wurden zahlreiche Pappeln gefällt“, hat die aufmerksame Frau beobachtet. Der Kahlschlag betreffe um die 30 Bäume, sagt sie. „Ist es denn wirklich notwendig, alle Pappeln zu fällen?“, wandte sich Ingrid Krause jetzt an die OAZ.

Eine Nachfrage im Rathaus ergab: Bis auf eine Pappel, die auf städtischem Grund und Boden wuchs, standen alle übrigen gefällten Bäume auf einem Flurstück des Oschatzer Landwirts Martin Umhau – direkt an einem seiner Felder.

Fällung auf Anweisung der Arbeitsagentur

Der Landeigentümer führt für die Baumfällung eine Anweisung der benachbarten Behörde an. „Die Immobilienverwaltung der Agentur für Arbeit und des Jobcenters erteilte mit die Auflage, die Pappeln verschwinden zu lassen“, sagt Martin Umhau. Seitens der Immobilienverwaltung habe man befürchtet, dass die etwa 50 Jahre alten Bäume oder Teile davon zur Gefahr werden können, so Umhau weiter. Der Oschatzer kam der Forderung umgehend nach. Denn, so der Landwirt, wenn durch umknickende Stämme, herabfallende Äste oder andere Baumteile Schäden an Gebäuden und den davor geparkten Fahrzeugen entstünden oder gar Menschen verletzt würden, hafte er dafür. „In Absprache mit den Fachleuten der Stadtverwaltung und Stadtgärtnerei wurden die Bäume untersucht. Daraufhin haben wir entschieden, alle Pappeln zu fällen, da von einzeln stehenden Bäumen ebenfalls eine mitunter noch größere Gefahr ausgeht“, erklärt Umhau.

„Nach einem Vor-Ort-Termin mit der Stadtverwaltung und Herrn Umhau im Sommer 2016 wurde der Waldweg entlang der Pappeln zunächst gesperrt, da von den vermehrt herabfallenden Ästen eine Gefährdung ausging. Davon war auch regelmäßig die Zufahrt zur Arbeitsagentur betroffen. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass Herr Umhau die nötigen Arbeiten für die Verkehrssicherheit vornimmt. Die Arbeitsagentur hat keinen Einfluss, welche Maßnahmen das im Einzelnen betrifft“, erklärte der Pressesprecher der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Volkmar Beier auf Nachfrage der Oschatzer Allgemeinen Zeitung. Die Baumfällarbeiten sind lediglich in der Winterperiode erlaubt und müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Baumfällungen auch im Fliegerhorst und an der Härtwigstraße

Die Oschatzer Stadtgärtner sind derzeit ebenfalls mit Baumfällungen beschäftigt, unter anderem im Fliegerhorst – hier weichen fünf Laubbäume für Eigenheimstandorte. Weiterhin wurden in der Härtwigstraße vier Kugelahorn-Bäume für den Ausbau des Fußweges gefällt und unweit der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ in der Dresdener Straße fielen ebenfalls zwei Bäume. Bei Letzteren war es eine Frage der Zeit, bis sie hätten gefällt werden müssen.

Außerdem werden entlang der geplanten Mulde-Elbe-Radroute in Mannschatz einige Bäume entfernt und weichen noch zwei Linden im Stadtgebiet. Die Leiterin der Stadtgärtnerei Kathleen Teschmit betont, dass es keinesfalls im Sinne der Gärtnerei ist, Kahlschlag zu betreiben. „In den genannten Fällen waren die Arbeiten notwendig. Unser gemeinsames Ziel bleibt der Erhalt einer grünen Stadt. Es wird auf jeden Fall Nachpflanzungen zu gegebener Zeit geben“, stellt sie in Aussicht.

Von Christian Kunze

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