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Oschatz Oschatzer Lebenshilfe bastelt mit Down-Syndrom-Kindern in Luppa
Region Oschatz Oschatzer Lebenshilfe bastelt mit Down-Syndrom-Kindern in Luppa
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14:07 27.03.2017
In der Bastelwerkstatt des Erlebnisbauernhofes in Luppa basteln die Gäste an einer Osterdekoration für daheim. Die jungen Besucher mit Down Syndrom erhalten dabei Hilfe von Mitarbeitern der Lebenshilfe und von Hofchefin Petra Krasselt. Quelle: Bärbel Schumann
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oschatz/luppa

Stolz zeigt Jan das von ihm unter Anleitung aus Wolle gefilzte Osterküken. Das sitzt in einem kleinen Tontopf. Auch Linda, Nikita und Nadin sind wie die anderen Besucher auf dem Erlebnisbauernhof Krasselt in Luppa eifrig dabei, mit ihren Händen dem Bastelwerk eine Form zu geben. Helfend stehen Eltern und Gäste ihnen zur Seite.

Die Runde in der Bastelwerkstatt krönt einen erlebnisreichen Tag für besondere große und kleine Gäste auf dem Luppaer Anwesen. Die Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Regionalvereinigung Oschatz hat aus Anlass des Welt-Down-Syndrom-Tags Familien mit ihren betroffenen Kindern eingeladen.

Seit 2006 wird dieser Tag am 21. März begangen, um auf diese besonderen Menschen aufmerksam zu machen. Weltweit ist rund eines von 700 Neugeborenen betroffen, so dass alle paar Minuten ein Baby mit dieser angeborenen Störung zur Welt kommt. Dabei sind Menschen aller Hautfarben, Nationalitäten und sozialen Schichten gleichermaßen betroffen. Der englische Arzt und Apotheker John Langdon Down beschrieb 1866 zum ersten Mal die klassischen Merkmale des später nach ihm benannten „Down-Syndroms“.

„Für betroffene Eltern ist es ganz wichtig, dass sie sich mit anderen betroffenen Familien austauschen können. Deshalb organisieren wir einmal im Jahr ein solches überregionales Treffen“, erklärt Sabine Scholz, Leiterin der Frühförder- und Beratungsstelle. Themen waren dabei in Gesprächen zwischen den Eltern beispielsweise ihre Erfahrungen mit Behörden und Ämtern, die von Landkreis zu Landkreis ganz unterschiedlich ausfallen. Themen wie die Bewilligung einer Schulbegleitung oder Verhandlungen in Sachen Hilfsmittel boten ebenso viel Gesprächsstoff unter den Erwachsenen. Aber auch gemeinsame Erlebnisse sind wichtig. Und so waren die Familien bereits am Morgen nach Luppa angereist, wo sie von zwei- und vierbeinigen Hofbewohnern wie dem Haflingerpferd Hanko schon erwartet wurden. Tiere gemeinsam füttern, ihnen Streicheleinheiten schenken oder auch auf Hanko reiten – bei all diesen Dingen verging die gemeinsame Zeit wie im Fluge.

Zu den Familien in der Besucherschar gehörte auch Familie Bartsch aus Mahlis. Sohn Jan wurde 1978 mit dem Down Syndrom geboren, lebt heute in einer Wohnstätte der Lebenshilfe in Oschatz und besucht die Werkstatt in Lonnewitz. Andrea und Roland Bartsch schätzen den Kontakt zu anderen betroffenen Familien. „Der Austausch ist wichtig. Wir haben bei Jan aber auch gespürt, was Förderung bewirken kann“, so der Mahliser Familienvater. Unterdessen ist ihr Sohn Jan aus der Bastelwerkstatt des Krasselt-Hofes gekommen. Der Heimweg steht bevor. Das filzerne Osterküken wird jedoch noch einige Zeit an einen erlebnisreichen Tag erinnern und die erste Vorfreude aufkommen. Vorfreude auf ein Wiedersehen zum Erfahrungsaustausch.

Von bärbel schumann

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