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Oschatzer Legende: 40 Jahre lang im Dienst als Weihnachtsmann

Mit Leib und Seele Oschatzer Legende: 40 Jahre lang im Dienst als Weihnachtsmann

Seit 40 Jahren ist Ehrenfried Schade (71) der Oschatzer Weihnachtsmann – und auch in diesem Jahr hat er viel zu tun. In Kindergärten, auf Feiern und bei zahlreichen befreundeten Familien bringt er die Geschenke, und natürlich durfte er auf dem Weihnachtsmarkt nicht fehlen. Und dann singt der Weihnachtsmann auch noch im Männerchor.

Kindern eine Freude bereiten – das ist das Schönste am Job von Weihnachtsmann Ehrenfried Schade.

Quelle: Kristin Engel

Oschatz. Für Ehrenfried Schade ist die Weihnachtszeit eine ganz besondere Zeit im Jahr ist. Wohlbemerkt auch eine stressige Zeit – keine Frage – doch auch eine Zeit, die er mit ganzem Herzen genießt. Denn er ist der Oschatzer Weihnachtsmann. Und das bereits seit knapp 40 Jahren.

Wenn Weihnachtsmann Ehrenfried Schade kommt, dann ist ihm die Aufmerksamkeit der Kinder gewiss

Wenn Weihnachtsmann Ehrenfried Schade kommt, dann ist ihm die Aufmerksamkeit der Kinder gewiss.

Quelle: Privat

Angefangen habe alles in der Handwerkskammer. Denn dort war Ehrenfried Schade im Vorstand. „Ich habe immer alles mitgemacht. Ich war Hans Dampf in allen Gassen. Und so habe ich auch den Weihnachtsmann gespielt“, erinnert er sich heute. Was anfangs noch etwas geübt werden musste, ist für den 71-Jährigen heute Routine.

Hans Dampf in allen Gassen

„Seit dem 29. November bin ich als Weihnachtsmann fast täglich im Einsatz. Oft sogar zwei Mal“, sagt er. Meistens ist er dann in Kindergärten oder bei Weihnachtsfeiern aktiv. Am vergangenen Wochenende war er auf dem Oschatzer Weihnachtsmarkt gefragt. Hier scharrten sich natürlich die Kinder um den Mann mit dem roten Mantel. „Ich glaube, meine fünfjährige Enkeltochter vermutet schon, dass ich der Weihnachtsmann bin. Sie hat zu ihrer Erzieherin gesagt, Ich glaube, das ist mein Opa. Aber ich denke, so richtig sicher ist sie sich nicht. Da werde ich mir wohl etwas einfallen lassen müssen“, sagt der Oschatzer. Und das muss er auch. Ist er doch, gerade an Heiligabend, viel bei Freunden und Familie unterwegs.

So ein Weihnachtsmann hat’s gut

So ein Weihnachtsmann hat’s gut: Auf dem Oschatzer Weihnachtsmarkt gab es Köstliches von Stollenmädchen Susi Fischer und Bäckermeister Nils Taube.

Quelle: Dirk Hunger

„Nach dem Kaffeetrinken geht die Familie in die Kirche und ich mache mich auf den Weg. Etwa sechs bis sieben Bekannte besuche ich dann, um den Kleinsten in deren Familie eine Freude zu bereiten. Die letzte Station ist dann bei uns zuhause. Wenn dann meine zwei Kinder und die drei Enkelkinder bei uns sind, ist das immer eine ganz besondere Überraschung.

Nach der Bescherung schlüpft Opa Ehrenfried schnell wieder in seine normalen Sachen und taucht mit einer gut ausgeklügelten Ausrede wieder bei seiner Familie auf. Gemeinsam wird zu Abend gegessen und noch viele gemeinsame Stunden mit der Familie verbracht.

Der Weihnachtsmann reist sehr gern

Den Gedanken, das Amt des Weihnachtsmanns an den Nagel zu hängen, hat er noch lange nicht. „Ich bin Weihnachtsmann mit Leib und Seele. Ich übernehme diese Aufgabe, solange es geht. Ich bin schon gut in die Rolle des Weihnachtsmanns hineingewachsen. Natürlich stellt man auch oft die gleichen Fragen. Aber es ist für den Weihnachtsmann nun einmal wichtig zu wissen, ob die Kinder das ganze Jahr über auch artig gewesen sind. Gerade auf dem Weihnachtsmarkt!“

Ein wenig bedauert er, dass die Kinder in punkto Gedichte, nicht mehr so fit sind, wie die Kinder vor einigen Jahren. „Damals haben die Kinder immer vor Weihnachten noch Gedichte und Lieder einstudiert. Heute machen das nicht mehr so viele. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen. Einige haben dem Weihnachtsmann auch wirklich schöne Gedichte präsentiert“, so Ehrenfried Schade. Meist sind es die altbekannten Klassiker.

Und wenn dann doch die Weihnachtszeit vorbei ist, hat der Oschatzer Weihnachtsmann genügend Zeit, es sich auch mal so richtig gut gehen zu lassen. Denn seine große Leidenschaft ist das Reisen. „Ich war schon überall auf der Welt. Auch neue Ziele stehen noch an. So wollen wir demnächst nach Brasilien und Island.“ Ob er auch bereits am Nordpol war? Ehrenfried Schade lacht. „Nein, noch nicht. Da ist es dann doch schon ganz schön kalt. Das überlasse ich dem echten Weihnachtsmann und seinen Rentieren.“

Seit 1969 im Chor dabei

Eine weitere Leidenschaft von ihm ist natürlich das Singen. Er ist schon seit 1969 im Chor „Hans-Sachs“ dabei. Der Männerchor existiert bereits seit November 1954. Einmal wöchentlich treffen sich die bis zu 26 Mitglieder im Thomas-Müntzer-Haus in Oschatz zum gemeinsamen Singen.

Das Zweithobby des Weihnachtsmannes

Das Zweithobby des Weihnachtsmannes: Ehrenfried Schade (l.) ist seit 1969 im Männerchor aktiv.

Quelle: Kristin Engel

Und Ehrenfried Schade? Der bereitet sich langsam auf seine letzten Einsätze als Oschatzer Weihnachtsmann für dieses Jahr vor. Denn das Fest steht vor der Tür. Dann schlüpft er wieder in seine schwarzen Stiefel und den roten Umhang, befestigt den weißen Bart und erfreut sich noch einmal an den strahlenden Kinderaugen in der Weihnachtszeit.

Von Kristin Engel

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