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Oschatzer Männer und Frauen gemeinsam beim Kegelsport

Oschatzer Männer und Frauen gemeinsam beim Kegelsport

Um zu DDR-Zeiten geregelt Sport treiben zu können, war es nötig, sich Vereinen oder Sektionen anzuschließen. Doch Heidi Wagner versuchte beim Kegelsport einen anderen Weg, indem sie 1970 einen sogenannten "Familienclub", wie in den damaligen Dynamo-Sektionen unüblich, Männer und Frauen gemeinsam Kegelsport betreiben konnten.

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Die Mitglieder vom familiären Kegelclub vor dem Spiel.

Quelle: Privat

Oschatz. Um zu DDR-Zeiten geregelt Sport treiben zu können, war es nötig, sich Vereinen oder Sektionen anzuschließen. Doch Heidi Wagner versuchte beim Kegelsport einen anderen Weg, indem sie 1970 einen sogenannten "Familienclub", wie in den damaligen Dynamo-Sektionen unüblich, Männer und Frauen gemeinsam Kegelsport betreiben konnten. Mit dem Kegelsport war Heidi so gut wie aufgewachsen, denn schon als Kind sah sie beim Kegeln zu und auch ihr erstes Taschengeld verdiente sie sich beim Aufstellen der Kegel.

 

Mit drei Ehepaaren wurde 1970 auf der alten einspurig hölzernen Gartenbahn der Wägetechnik begonnen. Später waren zeitweise bis zu neun solcher Kegelsportpaare in Aktion. 1977 entstand in der Gartenanlage eine neue, modern ausgerichtete Doppelbahn, auf welcher nun mit größerer Begeisterung nicht nur Kugeln geschoben, sondern auch gefeiert wurde. Das waren Geburtstage, Gartenfeste, Faschings- und Weihnachtsfeiern.

Als Besonderheit zählte das jährliche Osterkegeln. 1997 übernahm das Ehepaar Naujoks von Udo Klieber die Windhuk-Gaststätte und ließ den Asphalt durch Kunststoff erneuern. 14 Mannschaften kegeln seitdem monatlich auf der Anlage und alle 14 Tage ist auch Heidi Wagners Familienclub dabei.

Neben ihr gehören auch die Familien Klammt, Zimpel und Schreck zum inzwischen uralten Familienstamm, welcher mit Stolz erwähnt, dreimal in der Ehrentafel vertreten zu sein und mit 27 beziehungsweise 29 Holz sogar den Bahnrekord zu halten. Ans Aufhören denken die noch rüstigen Rentner nicht, denn zu sehr fühlen sie sich ihrem idealen Familiensport verbunden. Na dann, gut Holz.

Reiner Scheffler/HW

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