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Oschatz Oschatzer Maler Artur Moritz gewürdigt
Region Oschatz Oschatzer Maler Artur Moritz gewürdigt
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16:07 11.01.2019
Museumsleiterin Dana Bach (l.) erläutert Moritz-Bilder; Elisabeth Schmieder, Ehefrau des Neffen von Artur Moritz, liest Briefe des Malers zur Vernissage. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Artur Moritz oder Arthur Moritz? Diese Frage beantwortet die neue Publikation des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins indirekt. Zwar ist der Vorname des in Oschatz geborenen Malers auf der nach ihm benannten Straße zwischen der Bundesstraße 6 und der Oststraße in Oschatz mit „h“ vermerkt, richtig ist jedoch die Schreibweise ohne „h“. Erstmals falsch notiert – also mit „h“ – hat es bereits die Hebamme. Die Geburtsurkunde beinhaltet das „h“, spätere Publikationen allesamt nicht mehr.

Zwei Jubiläen – ein Buch

Abgedruckt ist die Urkunde im Buch „Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten – Artur Moritz – Sächsischer Heimatmaler.“ Die elfte Folge der Schriftenreihe „Oschatzer Geschichte(n)“ begibt sich auf die Spuren des Lehrers, der leidenschaftlich gern malte, zeichnete und musizierte. Dana Bach, Leiterin des Stadt- und Waagenmuseums Oschatz und Dr. Manfred Schollmeyer vom Geschichts- und Heimatverein, zeichnen seinen Lebensweg nach und würdigen vor allem sein Werk. 38 Gemälde, Skizzen und Zeichnungen sind Bestandteil des 50 Seiten umfassenden Werkes, welches am Donnerstagabend in der Stadthalle Thomas-Müntzer-Haus am Altmarkt vorgestellt wurde. Zu sehen sind dort seit dieser Woche 44 Werke des Oschatzers, der vor 126 Jahren geboren wurde und vor 60 Jahren, am 4. Januar 1959, starb. Beide „Jubiläen“ veranlassten die Initiatoren zur Recherche und Publikation des Buches sowie zur Ausstellung, die noch bis 1. Juli zu sehen sein wird.

Gäste aus Pesterwitz

Zu den Gästen der Ausstellungseröffnung gehörten nicht nur rund 60 Oschatzerinnen und Oschatzer, sondern auch Nachfahren und Verwandte des Künstlers. Elisabeth Schmieder, die Ehefrau des Neffen von Artur Moritz sowie ihr Sohn samt Schwiegertochter waren gekommen. In deren Besitz befinden sich rund 50 weitere Moritz-Werke sowie zahlreiche Briefe, die Moritz seiner Geliebten und späteren Ehefrau Elisabeth Winkler im Jahr 1927 geschrieben hat. Die Tatsache, dass Elisabeth Schmieder zur Ausstellungseröffnung aus diesen Briefen vorlas, sorgte für eine ganz persönliche Note. Sprach doch zu diesem Anlass der Künstler indirekt selbst zu den Anwesenden. Näher kann man einem Verstorbenen wohl kaum kommen.

Artur Moritz Selbstbildnis Quelle: Repro

Für die Heimatstadt des Malers ist es bereits die vierte Ausstellung zu dessen Werk. Seit 1993, dem Jahr seines 100. Geburtstages, gibt es den „Arthur-Moritz-Weg“, Werksschauen gab es bereits 1988 anlässlich der 750-Jahr-Feier von Oschatz im Museum sowie in den Jahren 1989 und 1991 in der Galerie an der Promenade, in dem Gebäude was umgangssprachlich „Banane“ genannt wurde und heute nicht mehr existiert. Nun also, 60 Jahre nach seinem Tod, die vierte Schau und das Buch zum zu Unrecht vergessenen Maler, der weit mehr war als der „Rehmaler“, zu dem ihn manche Kritiker degradierten.Tiere gehörten ebenso zu seinem bevorzugten Motiven wie Porträts, Landschaften, Stadtansichten, Stillleben und Skizzen. Oschatz bildete er ebenso ab wie seine späteren Wohn- und Wirkungsorte Pesterwitz und Oberbaundorf. In Oschatz jedoch keimte sein künstlerisches Schaffen und hier sind im Magazin des Museums inzwischen 150 seiner Werke zu finden.

Buch hier erhältlich

Folge 11 der „Oschatzer Geschichte(n)“ widmet sich dem sächsischen Heimatmaler Artur Moritz aus Oschatz. Das Buch kostet zehn Euro und ist erhältlich in der Buchhandlung Roscher (Lutherstraße 4 bis 6), der Oschatz-Information (Neumarkt 2) und dem Stadt- und Waagenmuseum (Frongasse 1)

Von Christian Kunze

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