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Oschatz Oschatzer Museum Eisenbahnen in der Buddelflasche
Region Oschatz Oschatzer Museum Eisenbahnen in der Buddelflasche
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17:39 29.12.2013
Von Buddelschiffen hat man ja inzwischen schon viel gehört. Doch Jens Graul präsentiert hier eine Buddellok inklusive Landschaftspanorama. Dieses Glasobjekt und weitere Exponate sind derzeit im Oschatzer Museum ausgestellt. Quelle: Dirk Hunger

"Mit zwölf Jahren habe ich zu Weihnachten meine erste Modellbahn-Startpackung geschenkt bekommen. Daraus entwickelte sich das Interesse auch für die große Eisenbahn", sagt Torsten Gutsche. Beruflich nahm der Magdeburger deshalb nach der Schule eine Lehre zum Lokschlosser auf, qualifizierte sich später zum Lokführer und ist seit 1990 als Lokleiter tätig. "Modellbahnen haben mich die ganzen Jahre nicht losgelassen", schwärmt Gutsche. Handwerklich begabt, bastelte er insgesamt fünf Modellbahnanlagen. Sein letztes Exponat stellt den einzigen Museumsbahnhof Oberrittersgrün in der ehemaligen DDR dar. Die Anlage bezeichnet Gutsche als sein Lebenswerk, denn immerhin nahm er damit nach eigenen Angaben bereits an 13 nationalen und internationalen Ausstellungen teil.

Doch eines Tages las der Magdeburger in einer Fachzeitschrift einen Artikel über die sogenannten Buddelflaschen. Doch wie sonst üblich, waren darin nicht Schiffe, sondern Bahngleise und Loks eingesetzt. Für ihn eine geniale Idee. Als er dann später auch noch zufällig in einem Straßengraben ein 20-Liter-Laborgefäß mit drei Öffnungen entdeckte, stand sein Entschluss fest, selbst solche Anlagen zu basteln. Fünf seiner Werke zeigen Museumsleiterin Dana Bach und Mitarbeiter Jens Graul jetzt den Besuchern.

Graul ist unterdessen selbst ein fanatischer Fan von Modellbahnanlagen. "Wir waren diesmal auf Minianlagen scharf", nennt Graul das Motiv für die aktuelle Schau, in der auch seine eigenen Anlagen zu sehen sind, unter anderem Oschatz im Kleinformat mit Rathaus und Museum. Doch dem 45-Jährigen schwebt bereits etwas Neues vor. "Es sind aber noch Hirngespinste. Ich habe nachts davon geträumt", so der Oschatzer. Als nächstes möchte er eine Kofferanlage bauen. "Ich denke da zum Beispiel an das Wüste Schloss, bin aber noch beim Tüfteln."

Weil die Gartenarbeit in dieser Jahreszeit ruht, kann sich der Oschatzer nach der Arbeit ganz seinem Hobby widmen und das ehrgeizige Vorhaben in Angriff nehmen. Die Sonderausstellung im Museum ist übrigens noch bis zum 2. März des nächsten Jahres zu sehen. Ab 4. Januar hat das Museum wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet. Der Eintritt für diese Ausstellung ist reduziert und kostet für Erwachsene ein Euro, Kinder zahlen 50 Cent.

Heinz Großnick

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