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Oschatz Oschatzer Museum präsentiert wertvolle Prüfwaage
Region Oschatz Oschatzer Museum präsentiert wertvolle Prüfwaage
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21:29 04.01.2015
Diana Bach vom Stadtmuseum in Oschatz zeigt eine Prüfwaage und Porzellangewichte aus der Sowjetunion. Quelle: Dirk Hunger

Diese greift seit dem vergangenen Jahr und sorgt in den Gemeinde- und Stadtparlamenten der Collm-Region hin und wieder für Kopfschütteln, manchmal sogar für Diskussionen (wir berichteten).

Neben einigen Geldspenden für Kindertagesstätten und Grundschulen der Stadt, vorrangig von Firmen, waren auf der Liste, die dem Oschatzer Stadtrat zur jüngsten Sitzung vorlag, auch einige Sachspenden aufgelistet - allesamt für das Stadt- und Waagenmuseum in Oschatz bestimmt. Die Zuwendungen haben nicht immer einen finanziellen Wert und kommen in der Regel von Privatpersonen aus ganz Deutschland, die sich mit Oschatz verbunden fühlen - oder von anderen Museen aus der Umgebung. So wie die Fotografie einer Innenansicht des "Goldenen Löwen", gestiftet vom benachbarten Mügelner Heimatmuseum.

Manchmal kann der Wert der Schenkungen auch nur geschätzt werden - im Falle einiger historischer Dokumente aus Oranienburg zum Beispiel. Neben Büchern vom Oschatzer Heimatverein konnte sich Museumsleiterin Dana Bach in den vergangenen Monaten zudem über eine Chronik der Oschatzer Waagenfabrik freuen. Diese ist in dem Museum genau so gut aufgehoben wie die Gewichtsmessinstrumente, die dem Haus zur Verfügung stellt worden sind. Eine Personenwaage aus Dresden, zwei herkömmliche Waagen und ein Gewichtskasten aus Leipzig und eine Prüfwaage inklusive einem Satz Gewichte aus der Oschatzer Nachbarstadt Riesa sind zum Bestand hinzugekommen.

Im Gegensatz zur Gemeinde Naundorf beispielsweise legt die Stadt Oschatz Wert auf Transparenz und veröffentlicht die Spender und deren Zuwendungen, sofern möglich auch den entsprechenden Wert der Spende. Damit ist das Ansinnen des "Anti-Korruptions-Paragrafen" in der Sächsischen Gemeindeordnung erfüllt. Die Kommunen sind indes angehalten, das fragwürdige Prozedere zu erfüllen - ganz gleich wie hoch der Spendenbetrag ist. Ohne einen entsprechenden Beschluss fließt nämlich das Geld nicht. Und das ist keinesfalls im Sinne derer, die gern etwas spenden möchten. cku

Christian Kunze

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