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Oschatzer Musikhaus stellt Koffer für hochwertige Technik her

Wirtschaft Oschatzer Musikhaus stellt Koffer für hochwertige Technik her

Beschichtete Sperrholzplatten, an den Kanten und Ecken durch Aluminium-Profile verbunden – das sind Cases. Bisher hat sich Dennis Korn diese Hüllen für kostenintensive Technik liefern lassen. Nach einer ersten Investition in einen kleinen Maschinenpark ist Ende Oktober das erste „Korn-Case“ gefertigt worden.

Dennis Korn bietet seiner Kundschaft zur hochwertigen Technik schon lange stabile Transportkoffer an. Mit Frank Stoll hat er nun das Know-how im Hause, um diese Hüllen in der Firma anzufertigen.

Quelle: Dirk Hunger

Lonnewitz/Naundorf. Mit Koffer, Kiste oder Behälter ließe sich der englische Begriff Case – das neueste Produkt aus dem Musikhaus Korn – übersetzen. Das sind Behälter, die hochwertige Technik bei Transport und Lagerung vor Stoß und Nässe schützen sollen. Cases an sich seien ein alter Hut. „Ich habe mein erstes vor über 20 Jahren als CD-Koffer bestellt“, erzählt Dennis Korn.

Aufgekommen sind diese Transport- und Schutzbehälter in den 1980er Jahren. Mittlerweile gibt es sie allen möglichen Größen, in verschiedenen Farben und Dekors, mit Griffen oder Rollen. „Sie sind gar nicht mal so interessant für den Versand der Ware an unsere Kunden“, erläutert der Lonnewitzer. Die Kunden bekämen ihre Technik in der Originalverpackung und das Case extra.

Diese stabilen Transporthüllen dienen zum Beispiel dazu, die Ausrüstung des DJ’s sicher von A nach B zu bringen oder Bühnentechnik, die vor dem Auftritt im Freien abgestellt ist, vor Nässe zu schützen. Während bei der konventionellen Verpackung der Technik eine Mehrfachnutzung kaum möglich sei, wären die Cases genau dafür konzipiert.

„Bisher haben wir mit Herstellern aus Leipzig, Elsterwerda und Zeithain zusammengearbeitet, wenn unsere Kunden für ihre Technik so eine Verpackung wünschten“, erläutert Korn. Dabei habe es zum Teil Wartezeiten von drei bis vier Wochen gegeben, was Verkäufer und Kunden oft als Handicap angesehen hätten. Eine Besserung sei nicht in Sicht gewesen. Keiner der Hersteller habe geplant, seine Kapazitäten aufzustocken. Der Zeithainer Partner habe seine Selbstständigkeit aufgegeben. Er wolle die notwendige Investitionen in moderne Maschinen nicht mehr tragen. Das plant nun Dennis Korn, der den Fachmann in seinem Unternehmen eingestellt hat.

Wir haben zunächst 15 000 Euro in den Maschinenpark und 10 000 Euro in ein Materiallager investiert“, erklärt der Fachhändler. Bei den Maschinen handele es sich vor allem um Sägen für Aluminium und Holz. Ende Oktober habe man in Naundorf die ersten eigenen Cases gebaut. Im kommenden Jahr soll eine CNC-Fräse für rund 40 000 Euro angeschafft werden. Dann wolle man mit der Fertigung in eine 600 Quadratmeter große Halle umziehen. „Ich denke, dass je nach Jahreszeit drei bis fünf Leute mit dem Bau der Cases beschäftigt sein werden“, schätzt Dennis Korn die Entwicklung dieses Geschäftszweiges ein. Das würden zum Teil Beschäftigte aus der Logistik des Musikhauses sein. Teilweise würde aber auch neu eingestellt.

Trotzdem die Cases über Aluminium-Profile und -Ecken verfüge, sei bei der Herstellung mehr das Handwerk des Tischlers als das des Metallbauers gefragt. Das hänge mit engen Toleranzen zusammen. „Passgenauigkeit ist bei dieser Fertigung elementar“, betont Korn. Außerdem bestünden die Seitenwände aus beschichteten Spanholzplatten. Wert lege er darauf, dass hier hochwertige Hüllen für hochwertige Technik entstehen. Anders gesagt: Die Teile werden miteinander vernietet und genagelt. So seien Reparaturen oder Änderungen möglich.

„Bei Cases gibt es eine große Nachfrage. Aber es ist keine Massenproduktion gleichartiger Stücke“, schätzt der Unternehmer den Markt ein. Deshalb sieht er darin für das Musikhaus Korn einen ergänzenden Geschäftszweig, mit dem es seinen Kunden einen besseren Service bieten kann – und der trotzdem für asiatische Massenhersteller nicht interessant ist. Dabei gehen die Ambitionen des Unternehmers über den Verkauf von Cases für DJ-Ausrüstung hinaus. Der bei ihm angestellte Zeithainer Hersteller bringe schon Kontakte in andere Branchen mit. „Ich denke, dass wir im kommenden Jahr 1000 bis 2000 Cases bauen werden und noch viel Luft nach oben haben“, prognostiziert Dennis Korn.

Von Axel Kaminski

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