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Oschatz Oschatzer Musikschüler hoffen auf vordere Plätze beim Landesausscheid
Region Oschatz Oschatzer Musikschüler hoffen auf vordere Plätze beim Landesausscheid
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06:00 10.02.2017
Am Klavier: Laura Kopsch und Theo Wünsche. Hinten von links: Juliane Tautz, Susanne Hornemann, Leonard Zwicker, Vannina Horbas und Anton Schmidt. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Oschatz

Skifahren in den Winterferien im Urlaub mit ihren Familien – drauf freuen sich Vannina Horbas, Laura Kopsch, Anton Schmidt, Theo Wünsche und Leonard Zwicker. Doch für ihre Lehrer an der Oschatzer Außenstelle der Kreismusikschule Heinrich Schütz ist schon der Gedanke daran eine Horrorvorstellung. Warum? Nun, Skifahren bedeutet Unfallgefahr. Und Verletzungen können die fünf Nachwuchsmusiker gar nicht gebrauchen, denn sie wollen Anfang März beim Landeswettbewerb „Jugend Musiziert“ in Bautzen an den Start gehen. Alle gewannen erste Preise beim Leipziger Regionalausscheid von „Jugend musiziert“ Ende Januar und gelten als hoffnungsvolle Anwärter auf vordere Platzierungen beim sächsischen Landesausscheid.

Während Leonard bei den Schlaginstrumenten sein Können unter Beweis stellen will, bieten die anderen vier Gymnasiasten am Klavier etwas Besonderes. An zwei Flügeln spielen sie achthändig. „Das findet man selten“, erklärt Susanne Hornemann, Geschäftsstellenleiterin in Oschatz. Klavierlehrerin Juliane Tautz ergänzt: „Beim Regionalausschied an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sind die Vier in der Kategorie neue Musik angetreten und haben die Höchstpunktzahl von 25 Punkten erreicht. Ich bin nach dem Wettbewerb sogar von Mitgliedern der Jury begeistert angesprochen worden, die beim Spiel sogar Gänsehaut bekommen hätten.“ Das Stück, mit dem die jungen Pianisten überzeugten, war ein Auftragswerk der Kreismusikschule. „Unsere Leiterin Elvira Dreßen sprach mich an, ob wir Interesse an einer Auftragsarbeit hätten“, so die Musikpädagogin. Die Berliner Komponistin und Musikerin Susanne Stelzenbach schuf dann vier Sätze für zwei Klaviere und acht Hände unter dem Titel „Farben und Muster“, bei denen verschiedene Techniken von den jungen Musikern abverlangt wurden. Zudem wurden dabei Saiten des Klavieres auch mit der Hand oder zwei Flummibällen bespielt. Ungewöhnlich sei das schon gewesen, aber es hätten sich tolle Klangerlebnisse dabei ergeben. Viel Üben sei nötig gewesen, um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten, denn etwa zwei Monate vor dem Ausscheid sei das Werk fertig geworden. Vier bis fünf Mal in der Woche sowie intensiv am Wochenende, dann auch mal mit der Komponistin, wurde geprobt. „Es war interessant, was man mit dem Klavier alles anstellen kann. Uns hat das Üben viel Spaß bereitet“, erklärt Laura Kopsch.

Dass es gleich vier Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren gebe, die auf einem gleichen Niveau musizieren, sei selten. Dass diese gut miteinander harmonieren, gar noch seltener. Das sehe auch die Jury so, die die Vier zudem für den diesjährigen Mendelssohn-Preis, der in Leipzig vergeben wird, vorgeschlagen habe. Am 4. März ist Preisverleihung.

Die jungen Pianisten werden bei einem Konzert im Rahmen des diesjährigen Wave Gotic Treffens in Leipzig ihr 20-minütiges Stück aufführen. In unserer Region werden sie das Auftragswerk am 12. April zum Frühlingskonzert der Musikschule in Oschatz spielen. Trotz des bisherigen Erfolges wollen alle vier Pianisten das Klavierspiel vorerst als Hobby betreiben.

In diesem Jahr gingen 20 Schüler aus Torgau und Oschatz beim Leipziger Ausscheid von „Jugend Musiziert“ an den Start.

Von Bärbel Schumann

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