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Oschatz Oschatzer Nabu-Chef Olaf Schmidt: „Im Stadtpark muss Ruhe einkehren“
Region Oschatz Oschatzer Nabu-Chef Olaf Schmidt: „Im Stadtpark muss Ruhe einkehren“
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14:53 06.03.2017
Olaf Schmidt Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Die Baumfällungen im Stadtpark erregen die Gemüter. Die OAZ schaute sich vor Ort mit Olaf Schmidt, Vorsitzenden der Oschatzer Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), um.

Schmidt spricht angesichts der umfangreichen Fällungen von einer „ordentlichen Aktion“, glaubt aber nicht, dass hier unüberlegt gerodet wurde. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass finanzielle Aspekte eine Rolle gespielt haben, denn so lohnenswert ist der Handel mit dem gefällten Holz nicht“, erklärt er. Dass ein Eingriff in solcher Größenordnung vorgenommen wurde, sei darin begründet, dass im Park viele Jahre lang nichts passiert sei. „Nun gab es diese Hau-Ruck-Aktion“. Dass die Arbeiten bei etlichen Naturfreunden Unverständnis hervorrufen, führt Schmidt auf unterschiedliche Betrachtungsweisen zurück: „Jeder Eingriff führt zu Diskussionen. Stadt und Forst bewirtschaften das Areal nach waldpflegerischen Gesichtspunkten. Für Anwohner, Spaziergänger und Besucher steht der Parkcharakter im Vordergrund. Der Unterschied ist, dass in Waldflächen eher die starken, alten und großen Bäume fallen, während im Park genau diese Sorte Bäume stehen gelassen wird.“

Unabhängig von Art und Umfang der Durchforstung sei wichtig, dass das gefallene Holz so bald wie möglich herausgeschafft wird, „damit Ruhe einkehrt und sich der Park weiterentwickeln kann“, wie es der Fachmann ausdrückt. Kleineres Material könne liegen bleiben. „Es verrottet schnell und bildet Humus. Das ist ein wichtiger Schutz.“ Nachpflanzungen seien nicht notwendig. „Dafür gibt es genügend junge Bäume, die Platz haben, sich zu entfalten.“ Auch der Lebensraum für Vögel und andere Tiere sei nicht eingeschränkt, betont Schmidt. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ab März keine Bäume mehr gefällt werden dürfen. „Die Brutzeit der Vögel beginnt, das Naturschutzgesetz schiebt hier korrekterweise einen Riegel vor.“

Von Christian Kunze

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