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Oschatz Oschatzer Narren hoffen nach enttäuschender Resonanz auf mehr Zuspruch im Februar
Region Oschatz Oschatzer Narren hoffen nach enttäuschender Resonanz auf mehr Zuspruch im Februar
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18:05 20.11.2016
Medizin in Spritzen – die etwas andere Art. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

„Die Anstalt – Der OCC behandelt“ lautet das aktuelle Motto des Oschatzer Carneval Clubs in diesem Jahr. Ein Motto, das Mitgliedern wie Gästen reichlich Stoff für Ideen bieten sollte und zudem auch Lust darauf, sich vor der besinnlichen Adventszeit noch einmal so richtig zu amüsieren.

Doch weit gefehlt. Gerade mal 30 Besucher konnten die Macher des OCC in der Oschatzer Stadthalle zu ihrer Faschingsabendveranstaltung begrüßen. „Das sind gar weniger Leute, als wir in unseren Reihen Mitglieder zählen“, berichtet Präsidentin Angela Leopold am Tag danach. Traurigkeit schwingt in ihrer Stimme mit, denn der Aufwand für eine solche Veranstaltung sei nicht gerade klein und billig. Die Ausgestaltung des Raumes, das Einstudieren der einzelnen Programmpunkte, der Kulissenbau, das Schneidern der Kostüme bis hin zum Saubermachen verlange viel Einsatz von den Vereinsmitgliedern. „Unsere Garde hat ein Jahr lang kontinuierlich geprobt, auch die Kinder haben sich getroffen und trainiert. Da ist es schon schade, dass die Oschatzer so wenig Interesse zeigen“, meint die Präsidentin.

Narren sind ganz Profis

Getreu dem Motto gab es gleich am Eingang eine kleine Pillendosis von der Krankenschwester auf Zeit, Ramona Walther, verabreicht. Spaßpillen, die auch die OCC-Mitglieder auf Grund der Resonanz gebrauchen konnten.

Als die Mitglieder zum Programm einmarschieren, sind sie jedoch ganz Profis. Gleich zum Auftakt zeigen die sechs Fünkchen ihr Können. Später folgen die Älteren. Auch die einzelnen Sketche wie der Wortwitz von Moderator Günter Staffe kommen an. DJ Floh gibt ebenso sein Bestes. Verdient dafür der Beifall der Gäste, darunter Stadtrat Dietmar Schurig.

Am Ende des Abends tut sich jedoch bei allen Akteuren die Frage auf: Haben die Oschatzer keine Lust darauf, sich einmal so richtig zu amüsieren?

Hoffen auf den Februar

„Ich bin gespannt, wie das dann im Februar wird, wenn unsere nächsten Veranstaltungen stattfinden“, sagt Angelika Leopold. Hoffnung auf mehr Resonanz haben sie und die anderen Karnevalisten jedoch, denn am 5. Februar ist der OCC Partner der Döllnitzbahn beim „Faschingsum-Zug“ mit dem Wilden Robert. „Mit dabei ist dann auf alle Fälle die Geile Gugge“, blickt die Präsidentin voraus. Geplant ist außerdem für den 11. Februar eine Abendveranstaltung. Mal sehen, ob die Oschatzer dann zeigen, dass sie doch keine Faschingsmuffel sind…

Von Bärbel Schumann

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