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Oschatz Oschatzer Neujahrsempfang mit 130 Gästen im Thomas-Müntzer-Haus
Region Oschatz Oschatzer Neujahrsempfang mit 130 Gästen im Thomas-Müntzer-Haus
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15:20 05.01.2017
Starten gut gelaunt ins neue Jahr: Robert Stadler (l.) Ines Schurig und Wilfried Queißer. Quelle: Hagen Rösner
Oschatz

Die Stadt investiert 2017 in drei große B. Was sich dahinter verbirgt, skizzierte Oberbürgermeister (OBM) Andreas Kretschmar (parteilos) zum Neujahrsempfang am Mittwochabend vor rund 130 Gästen in der Stadthalle Thomas-Müntzer-Haus. In seiner Rede fand er auch kritische Worte.

B wie Bad-Umbau

„Nach Jahren des zögerlichen und wachsweichen Lavierens“, so das Stadtoberhaupt, habe man eine Lösung für den Erhalt des Platsch-Bades entwickelt, die Angenehmes mit Nützlichem verbinde. Der Ersatz für die marode Kegelbahn solle nicht mehr Besucher ins Bad locken, sondern verhindern, dass den Keglern die Anlage im Wellerswalder Weg „über dem Kopf zusammenfällt“. Das Bad und alle anderen Maßnahmen seien Teil eines beschlossenen Haushalts. „Die moderate Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer trägt dazu bei, dass wir etwas schneller laufen können im Wettbewerb mit anderen Städten und Gemeinden“, verteidigte er eine umstrittene, auch im Stadtrat erst vor Kurzem sehr heftig diskutierte Entscheidung.

B wie Bahnhofssanierung

Als „Herzenssache“ betrachtet Kretschmar die Investition ins Empfangsgebäude am Bahnhof. „Es ist nicht unsere Aufgabe, einen Bahnhof zu betreiben. Früher hat das der König gemacht“, danach hätten diese Aufgabe Reichsbahn und Deutsche Bahn übernommen. Letztere braucht die Immobilien nicht mehr und verkauft sie. Als „kleine Stadt mit viel Arbeit und wenig Geld“ habe man die Verantwortung, historische Bausubstanz zu erhalten und wieder lebendig zu machen. Dies gelinge nicht ohne die Fördermittel des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Dass eine solche Mammut-Aufgabe gelingen kann, habe Oschatz bereits mit der Innenstadtsanierung bewiesen, die 2016 nach über 20 Jahren abgeschlossen wurde.

Beides sei nicht ohne fremde Unterstützung möglich gewesen. Als Mieter für die Räume im Bahnhofsgebäude steht bisher nur die Döllnitzbahn fest. „Ein weiterer Mieter steht bereit, aber die Tinte unter den Verträgen ist noch nicht trocken“, sagte Kretschmar lediglich und ergänzte: „Warten wir ab – mit der gebotenen Euphorie.“ Sein Ziel sei, dass das Empfangsgebäude der Stadt „wieder ein Gesicht hat, das man Gästen gern zeigt“.

B wie Bildung

Dritter Großposten im Haushalt ist der Hortneubau „Grashüpfer“ an der Grundschule zum Bücherwurm. In Bildungseinrichtungen werde auch sonst „an allen Ecken und Enden“ investiert. Die Oberschule mit Sportplatz, Aufzug, Heizung und Außenanlagen, bessere Bedingungen an den Grundschulen und nahezu alle Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft würden bedacht. Weitere Entscheidungen, die wegweisend für zwei Generationen seien, möchte Kretschmar öffentlich diskutieren. „Ich habe genug Ideen, das können Sie mir glauben.“

Eine der Ideen, die Pauschale pro Asylbewerber zur Bewältigung der Integration in den Landkreisen, fand beim Freistaat kein Gehör. Statt „einfacher handhabbarer Abläufe“ haben sich „kleine Fördertöpfe mit viel Papierkram“ durchgesetzt. Er kündigte den Einsatz eines Koordinators an, der ab 9. Januar im Rathaus bestehende Angebote vernetzt. Immer neue Millionen für Asyl erzeugten Sozialneid. „Meiner Meinung nach muss das vermieden, müssen alle gleich behandelt werden. Auch viele deutsche Bürger brauchen Hilfe und Alphabetisierung.“ Doch statt praktikabler Lösungen dominiere „Klein-Klein in Berlin und Dresden“.

Von Christian Kunze

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