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Oschatz Oschatzer Ornithologen zählen mehr als 9000 Vögeln zwischen Ablaß und Zaußwitz
Region Oschatz Oschatzer Ornithologen zählen mehr als 9000 Vögeln zwischen Ablaß und Zaußwitz
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11:56 22.02.2018
Die Döllnitz und die Döllnitzaue ist ein Refugium für zahlreiche Wasservögel. Aber auch einige seltene Fledermausarten sind hier zu finden. Naturfreund und Nabu-Mitglied Mario Teumer hat sich vor allem den Fledermausschutz in der Region verschrieben. Quelle: Dirk Hunger
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Region Oschatz

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Mitglieder der Oschatzer Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). Jetzt werteten sie den Jahresbericht aus, der seit kurzem vorliegt und Auskunft über die Artenvielfalt in der Region rund um den Collm gibt. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt bei den ehrenamtlich Tätigen auf dem Bereich Ornithologie (Vogelkunde). Allein von jenen galt es in den vergangenen Wochen mehr als 9000 Datensätze von Beobachtungen zwischen Ablaß und Zaußwitz auszuwerten.

In bewährter Weise laufen dabei die Fäden bei Rolf Burrmeister zusammen. Er kann sich auf die akribische Zuarbeit von rund 20 unentgeltlich tätigen Naturfreunden verlassen. Deren Angaben sind jedoch auch manchmal widersprüchlich, so dass nicht immer ein zweifelsfreies Bild über die tatsächliche Population entsteht. „Sicher ist einzig und allein, dass wir rund 200 verschiedene Vogelarten in unserem Zuständigkeitsbereich haben“, sagt Ornithologe Olaf Schmidt von der Oschatzer Ortsgruppe. Die knappe Hälfte davon , zwischen 80 und 90, sind Arten, die hier heimisch sind und brüten, der Rest sind Zugvögel aus anderen Breiten.

Als ein wahres Mekka für Nabu-Vertreter, Vogelkundler und Beobachter haben sich die Teiche rund um den Wermsdorfer Wald herausgestellt. Hier treffe man bisweilen Gleichgesinnte aus dem Raum Leipzig oder gar dem Erzgebirge an. Ausschlaggebend seien Masse und Vielfalt der Wasservögel. Absoluter Spitzenreiter ist dabei der großflächige Döllnitzsee. Mit 3000 Datensätzen stammt ein Drittel aller vom Nabu Oschatz erfassten Vögel allein von dort.

Angewiesen ist die Ortsgruppe dabei auf Kooperationen. Ohne die Abstimmung und Unterstützung von benachbarten Regionalgruppen und der zuständigen Naturschutzbehörde des Landratsamtes Nordsachen ginge nichts, betonte Olaf Schmidt. So spielen die Wermsdorfer Teiche auch eine wesentliche Rolle in einer Publikation, die am 20. Februar im Jagdhaus Kössern vorgestellt wird. Die Präsentation des Buches „Die Vogelwelt der Muldetalregion um Grimma und Wurzen“, herausgegeben von Wilfried August und Jens Müller, ist somit auch für hiesige Naturfreunde von Interesse.

Das Interesse der Oschatzer Nabu-Gruppe erschöpft sich jedoch nicht bei den Vögeln. So hat Mario Teumer weiterhin die Fledermäuse im Blick und konnte zudem schon die ersten Schmetterlinge ausmachen.

Besonderes Augenmerk haben die Umweltfreunde auf schützenswerte Bäume. Zur Sprache kam unter anderem die Buchen unweit von Reundnitz, die zwischen 150 und 180 Jahre alt sind. „Hier fiel vor kurzem die Entscheidung, dass eine weitere Durchforstung in dieser Periode, also bis Ende Februar, nicht mehr vorgesehen ist. Das nehmen wir mit einer gewissen Beruhigung zur Kenntnis“, so Olaf Schmidt. Mario Teumer regte in diesem Zusammenhang an, den Buchenbestand des Oschatzer Stadtparks zu begutachten. Der sei zwar „nur“ rund 100 Jahre alt. Die Sicherheit der dort häufig anzutreffenden Fußgänger und anderer Parknutzer würden es jedoch rechtfertigen. Dies ließe sich mit einem weiteren Vorhaben der Fachgruppe verbinden: Die Nistkästen auf dem Areal des Parks auf Vordermann bringen.

Von Christian Kunze

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