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Oschatz Oschatzer Pfarrer Christof Jochem wehrt sich gegen AfD-Vorwurf
Region Oschatz Oschatzer Pfarrer Christof Jochem wehrt sich gegen AfD-Vorwurf
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Der Oschatzer Pfarrer Christof Jochem wehrt sich gegen den Vorwurf des AfD-Landtagsabgeordneten Detlev Spangenberg (links). Quelle: Afd, Dirk Hunger, Archiv
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Oschatz

Landtagsabgeordneter Detlev Spangenberg (AfD) hatte nach der Demo in einer Pressemitteilung behauptet, dass "die Kirchenleitung in Oschatz ihr Terrain gewaltbereiten Links-Kriminellen zur Verfügung stellte, die dann während der Veranstaltung wegen tätlicher Angriffe (Steinewürfe) auf die Oschatzer Bevölkerung von der Polizei ihres Platzes verwiesen werden mussten". Als evangelischer Christ frage er den zuständigen Superintendenten, ob die Unterstützung krimineller Organisationen durch die Kirche zu vertreten sei.

Auf diese Frage reagiert der Oschatzer Pfarrer Christof Jochem: "Dazu ist zu sagen, dass sich das Gebiet um die Stadtkirche St. Aegidien nicht im Besitz der Kirchgemeinde Oschatz befindet. Von der Kirchgemeinde ging keine Gewalt aus oder ein Aufruf dazu. Im Gegenteil: In der St. Aegidienkirche fand ein Friedensgebet statt. ,Dona nobis pacem' (Gott gib uns Frieden) wurde unter anderem gesungen."

Tatsächlich gehört das Areal, auf dem die Linken gegen die AfD demonstrierten, der Stadt Oschatz und nicht der evangelischen Kirchgemeinde. Das bestätigte die Pressesprecherin der Stadt, Anja Seidel, auf Anfrage. Bei der Kundgebung der Linken habe es sich nach Informationen der Stadtverwaltung um eine durch das Landratsamt genehmigte Aktion gehandelt.

FH

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