Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Oschatzer Philokartisten informieren sich zur Ahnenforschung

Oschatzer Philokartisten informieren sich zur Ahnenforschung

Zum 45. Philokartisten-Stammtisch konnten die Postkartenfreunde der Region rund um den Collm Monika Hönigschmid vom Archiv der Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung beim Sächsischen Staatsarchiv in Leipzig begrüßen.

Voriger Artikel
DSL oder Funk am Oschatzer Stadtrand
Nächster Artikel
Oschatzer Spitzenspiel endet mit Punkteteilung

Monika Hönigschmid spricht vor den Mitgliedern des Oschatzer Philokartisten-Stammtisches.

Quelle: Günther Hunger

Oschatz. Von Günther Hunger

 

 

 

Von der Geschichte der Ahnenforschung über Forschungsmethoden und Darstellung der Ergebnisse im Stammbaum der Familien bis hin zur Computergenealogie und Datenschutz reichten die Ausführungen und die vielen Fragen der Postkartenfreunde zeigten das große Interesse. Weitere Forschungsgebiete wie Wappenkunde, Heimat-und Militärgeschichte im Rahmen der Ahnenforschung wurden sehr umfangreich erläutert und aufgezeigt. Es gibt Vereine und Gesellschaften im deutschen Sprachraum, die im Ansatz diese Forschungen möglich machen. Allein in Deutschland gibt es etwa 100 spezialisierte genealogische Vereine.

Monika Hönigschmid aus Klosterbuch bei Leisnig informierte darüber, was sich in den 400 laufenden Metern des Archivs in Leipzig befindet. Sie sprach außerdem über das Bestandsverzeichnis des Archives und über die Publikationen, die der Verein beziehungsweise des Staatsarchiv zur Ahnenforschung herausgeben. Als Anschauungsmaterial dienten die Ganziger Ortsfamilienbücher aus den Jahren von 1543 bis 1800, Stammbaumvordrucke, Verzeichnisse und Dokumente aus dem Bestand des Vereins. Viel diskutiert wurde über die Arbeit mit Gerichtsbüchern und Kirchenchroniken und deren zukünftige Archivierung auf Mikrofilm, was eine bessere Nutzung möglich macht. Die Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung genehmigt jährlich bis zu 3000 Akteneinsichten an Wissenschaftler, Hobbyforscher und Interessenten. Wenn sich Familiennamen ändern, gibt es den sogenannten "toten Punkt", von wo aus nicht mehr zurückgeforscht werden kann. Die Forscherin äußerte sich dazu ebenso wie auch zur Sozial-, Wirtschafts- und Bevölkerungsgeschichte historischer Persönlichkeiten oder Berufsgruppen.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert begann die Entwicklung der Genealogie sehr intensiv in alle Richtungen. Dazu gehörten leider auch ab 1933 in Deutschland solche negativen Recherchen zur Sippenforschung, die Erstellung der Unterlagen zur sogenannten arischen Abstammung und ab 1939 die Arbeit an Dorfsippenbüchern in über 3000 Gemeinden. Die Auswirkungen "dieser Forschungen" sind heute noch in Deutschland zu spüren. Eine Folge war, dass fast die gesamte Basis der Genealogie in Ost und West nach 1945 aufgelöst wurde. Während der DDR -Zeit bis 1969 ruhten viele dieser Akten und Ergebnisse. Eine erste Arbeitsgemeinschaft wurde 1969 im Kulturbund in Magdeburg wieder ins Leben gerufen. Mit Hilfe der Genealogie entsteht ein lebendiges Geschichtsbild der Regionen und das historische Erbe wird so weiter erkundet. Auch die Namen der Postkartenschreiber und Empfänger können dabei von Interesse sein und zur dauerhaften Sicherung und Aufbewahrung genealogischer Ergebnisse beitragen. Interessant war dieser Abend zum Philokartisten-Stammtisch für alle Anwesende. Auch Monika Hönigschmid nimmt viele Fragen mit, deren Antworten künftig noch zu suchen sind.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Kommen Sie an Bord: Am Sonntag, 22. Oktober 2017, laden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse in das LVZ Verlagsgebäude ein. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

17.10.2017 - 14:29 Uhr

Kreisliga A (West): Borna II/Eula braucht für 2:0-Erfolg in Kitzscher reichlich Anlauf

mehr