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Oschatz Oschatzer Platsch steuert auf zufriedenstellende Freibad-Saison zu
Region Oschatz Oschatzer Platsch steuert auf zufriedenstellende Freibad-Saison zu
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00:18 22.07.2017
Danny und Melvin haben sich gestern im Oschatzer Freizeitbad Platsch abgekühlt. Quelle: Foto: André Pitz
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Oschatz

Seit 14. Mai ist in Oschatz Freibadsaison im Freizeitbad Platsch. „Bis einschließlich 16. Juli waren 4194 Besucher im Freibad“, sagt Stadtkämmerer Jörg Bringewald. Mit Blick auf das Vorjahr läuft es gut in der Berufsschulstraße. Startete man im Mai 2016 noch mit 246 Gästen, kamen in diesem Jahr 1012 Besucher. Auch der Juni lief besser und brachte eine Steigerung von 1828 auf 2610 Kunden. Wie lange die Gäste im Freibad bleiben, wird nicht erhoben. „Sie bezahlen an der Kasse und gehen übers Drehkreuz rein. Dabei laufen sie nicht über die Systemerfassung“, erläutert Bringewald.

Verhaltener Start in den Juli

Mit Euphorie hält sich der Stadtkämmerer derweil noch zurück. „Zurzeit sind die Besucherzahlen in Ordnung. Nur der Juli hat noch nicht so gut begonnen – da müssen wir abwarten“, sagt Bringewald. Das läge vor allem daran, dass die Tore zum kühlen Nass in diesem Monat lediglich an acht Tagen geöffnet waren – etwa die Hälfte der eigentlich möglichen Zeit. Viel ist dabei vom Wetter abhängig. „Wir schauen uns jeden Tag an, wie es in den nächsten Stunden wird und danach treffen wir die Entscheidung, ob wir Personal im Bad oder anderweitig einsetzen“, erklärt Bringewald. Wie das Freibad geöffnet wird, wird kurzfristig auf der Internetseite des Platsch bekanntgegeben. „Das war ein Hinweis von der Kundschaft, den wir aufgenommen haben. Wobei natürlich die Vorwarnzeit nur begrenzt ist. Wir können die Ansage meist keine drei oder vier Stunden vorher bringen“, betont der Stadtkämmerer. In der Regel werde versucht, das Freibad von 10 bis 18 Uhr geöffnet zu halten.

Zufrieden zeigt sich der Stadtkämmerer mit der Auslastung des Kursangebots – vom Babyschwimmen bis zum Schwimmlehrgang. „Wir haben eher das Problem, dass es eine größere Nachfrage gibt, als wir bedienen können, sodass wir Wartelisten führen müssen.“ Das Angebot dem Interesse entsprechend zu erweitern, käme derzeit jedoch nicht in Frage. Dafür sei die Personaldecke zu dünn.

Stadt kann sich Zuschussbedarf nicht mehr leisten

Seit September 2016 wird das Platsch zudem mit veränderten Öffnungszeiten betrieben. „Wir hatten früher von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Das Freibad wurde im Regelfall gegen 19 Uhr geschlossen“, ruft Bringewald in Erinnerung. Jetzt sind die Öffnungszeiten versetzt – acht Stunden Sauna-, sechs Stunden Badbereich und das Freibad möglichst von 10 bis 18 Uhr.

Die Gründe für diese Veränderungen sind insbesondere finanzieller Natur. „Die Stadt konnte sich den Zuschussbedarf des Bades nicht mehr leisten“, bedauert Bringewald. Lange Diskussionen mit der Bevölkerung sowie dem Besucher- und Stadtrat über mögliche Varianten wurden geführt. Ein zufriedenstellendes Ergebnis gab es nicht. „Der nötige Zuschuss blieb in einer Größe, die der Stadthaushalt nicht aushält“, so Bringewald. „Die Kundschaft musste sich daraufhin umstellen, aber aus unserer Sicht hat sich das mittlerweile eingerenkt.“

Darüber arbeiten Bringewald und Kollegen der Oschatzer Freizeitstätten GmbH auf einen zufriedenstellenden Saisonabschluss hin. „Ich gehe davon aus, dass wir unsere Ziele im Wirtschaftsplan umsetzen können“, sagt der Kämmerer. Im kommenden Jahr steht die Umgestaltung des Platsch im Plan. Dafür steht jedoch weiterhin die Bewilligung des entsprechenden Zuwendungsantrages aus.

Von André Pitz

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