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Oschatz Oschatzer Platschbad behält seinen Namen
Region Oschatz Oschatzer Platschbad behält seinen Namen
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16:22 05.12.2018
Badname Oschatz bleibt Platsch Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Wende im Streit um den künftigen Namen des umgebauten Oschatzer Platsch-Bades: Jetzt tagte der Aufsichtsrat der Oschatzer Freizeitstätten final zum Thema Namensvorschlag. Das Ergebnis lautet: das Oschatzer „Platsch“ wird seinen bisherigen Namen behalten. „Die Stimmungslage unter den Oschatzern, die sich nicht direkt persönlich an den Abstimmungen beteiligt haben bestätigt: der Name ,Platsch’ soll bleiben“, wurde aus der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch berichtet.

Kritik angenommen

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos), der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, informierte: „Von diesem großen Interesse an unserem Bad sind der Aufsichtsrat und ich sehr positiv überrascht. Es ist ein klares und deutliches ,Ja’ der Oschatzerinnen und Oschatzer zu ihrem Platsch.“ Noch während der Namensdiskussion hatten viele Interessierte gefordert, dass das Bad weiter „Platsch“ heißen soll oder die übrigen 62 Namensvorschläge veröffentlicht werden – um neu abzustimmen. Gleich nach Ablauf der Abstimmungsfrist hatte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar versichert, dass die Ergebnisse ganz genau angeschaut und auswertet werden. „In die Wertung sollten auch die neuen und alternativen Vorschläge miteinfließen, die im Zuge der Abstimmung gemacht worden sind“, erklärte das Stadtoberhaupt noch zu Wochenbeginn das Prozedere.

Die Außenanlagen des Bades werden dem Erdboden gleich gemacht. Quelle: Christian Kunze

Kretschmar räumte ein, dass die ursprüngliche Form des Wettbewerbs, über die drei Vorschläge „Wellomy“, „B20“ und „XXO“ abzustimmen, bei den Oschatzern nicht angekommen sei. In einer Erklärung informierte der Aufsichtsrat der Oschatzer Freizeitstätten, dass auch die 284 Unterschriften einer Online-Petition gegen das Prozedere der Namensfindung auf dem Weg zur Entscheidung berücksichtigt werden. Um weiteren Diskussionen zuvorzukommen, gibt der Aufsichtsrat auch das Ergebnis der ursprünglichen Namenssuche bekannt. Demnach erhielt „Wellomy“ 49 Stimmen. Mit „XXO“ konnten sich 27 Personen anfreunden und „B20“ brachte es nur auf sieben Stimmen.

Knapp 30 neue Vorschläge

Im Rahmen der Umfrage erhielt die Oschatzer Freizeitstätten 120 Rückmeldungen. 65 Rückmeldungen gab es über die Homepage der Oschatzer Freizeitstätten. 44 Hinweise wurden direkt im Oschatzer Bad abgegeben und zehn Oschatzer machten sich die Mühe, sich mit einer E-Mail an Jury und Aufsichtsrat zu wenden. Nicht mit jeder Rückmeldung war dabei auch eine Stimmenabgabe verbunden. In Rahmen der öffentlichen Namensdiskussion hatte es zusätzlich weitere 26 Namensvorschläge für das neu zu konzipierende Bad gegeben.

Die Arbeiten im leeren Innenbecken beginnen im Januar. Quelle: Christian Kunze

Inzwischen hat auf dem Badgelände schweres Gerät dafür gesorgt, dass der Rutschenturm verschwunden ist. Mittels eines Spezialbaggers wurde das Bauwerk am Mittwoch eingerissen. Auch der Rückbau des Außenbeckens und des Bistros im Innenbereich haben begonnen. Die Becken sind leer, einzig die Saunalandschaft ist noch bis Jahresende geöffnet. Der Ablauf der Bauarbeiten wird derart organisiert, dass der Saunaaufenthalt der Besucher nicht beeinträchtigt wird.

Rückbau im Plan

Die Arbeiten liegen zeitlich und finanziell im Rahmen, beauftragt ist mit dem Abriss die ORA GmbH mit Sitz in Grimma. Das Auftragsvolumen bezifferte der Kämmerer der Stadtverwaltung Oschatz, Jörg Bringewald, zugleich einer der beiden Geschäftsführer der Oschatzer Freizeitstätten GmbH, auf rund 500 000 Euro. Dabei ist auch die ordnungsgemäße Entsorgung des Abrissmaterials enthalten. Ab Januar soll der Rückbau im Innenbereich beginnen, es folgen die notwendigen Arbeiten, um den Anbau der neu geplanten Gebäudeteile, der Kegelbahn und der Übernachtungsmöglichkeiten, zu ermöglichen. Zur Erinnerung: Die bisher vorhandene Wasserfläche wird um zwei Drittel reduziert, die Badtechnik energetisch saniert – das erste Mal seit dem Badbau vor 20 Jahren.

Von Christian Kunze und Hagen Rösner

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