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Oschatz Oschatzer Projektgebiet ist Pilotprojekt für den Breitbandausbau
Region Oschatz Oschatzer Projektgebiet ist Pilotprojekt für den Breitbandausbau
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06:00 14.03.2017
Quelle: picture alliance / dpa
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Oschatz

Innerhalb des Breitbandausbaus im Landkreis Nordsachsen ist die Region um Oschatz sowie Naundorf und Liebschützberg bisher am weitesten vorangeschritten. Der Landkreis wurde für den Ausbau des schnellen Internets in sechs Projektgebiete aufgeteilt. Drei Projektgebiete befinden sich auf dem Areal des Altkreises Oschatz. Projektgebiet 4 umfasst die Städte Schildau-Belgern und Dahlen sowie die Gemeinde Cavertitz; Projektgebiet 5 sind Oschatz, Naundorf und Liebschützberg und Projektgebiet 6 Wermsdorf und Mügeln.

Bei einer Pressekonferenz in Oschatz konnte Landrat Kai Emanuel verkünden, dass Ende Februar die erste Arbeitsgruppe Breitbandkabelnetz ihre Tätigkeit aufgenommen hat und das Projektgebiet 5 betreut. „Die Projektgruppe setzt sich aus den jeweiligen Bürgermeistern beziehungsweise Vertretern der Kommunen, juristische, Vertreter, technische, Experten sowie dem Projektleiter Danny Trodler und der Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung Uta Schladitz zusammen“, so Kai Emanuel. Dabei gilt das Projektgebiet 5 als Pilotprojekt für den gesamten Kreis Nordsachsen. Erfahrungen, die in der Oschatzer Region gesammelt werden, sollen dann in den anderen Projektgebieten einfließen. „Ich bin zuversichtlich, dass schon im kommenden Jahr die ersten Arbeiten für den Ausbau des Kabelnetzes beginnen können“, sagt Emanuel. Noch in diesem Jahr sollen die europaweiten Ausschreibungen über die Bühne gehen, so dass im vierten Quartal ein Ergebnis für die Vergabe vorliegt.

„Wir wollen die Gewerbegebiete in den Projektgebieten gesondert behandeln“, sagt Emanuel. Dort soll ein sogenannter FTTB-Ausbau erfolgen, wobei im Ergebnis den Unternehmen eine Datenübertragungsrate von bis zu 100 Mbit pro Sekunde zur Verfügung steht.

Innerhalb des Projektgebietes soll es auch Ansprechpartner für die Bevölkerung geben. „Der soll den Leuten dann vermitteln, wo gebaut wird oder welcher Ortsteil in der Terminkette wann ausgebaut wird. Die Bewohner müssen in diesem Prozess mitgenommen werden. Es wird beim Ausbau Beeinträchtigungen geben, aber das müssen wir transparent machen“, verdeutlicht der Landrat.

Nach den bisherigen Planungen geht es in Oschatz um rund 7000 Anschlüsse. Dabei ist ein Kostenvolumen von rund 6,8 Millionen Euro veranschlagt. 6,1 Millionen Euro sollen als Fördermittel von Bund und Land beigesteuert werden und 683 000 Euro kommen aus Eigenmitteln der Kommunen.

Eine wichtige Rolle spielt die Frage, ob der Landkreis für bestimmte Bereiche das sogenannte VDSL 2 Vectoring genehmigt bekommt. „In diesem Fall muss weniger gebaut werden. Sollte wir aber feststellen, dass Straßen neu gebaut werden müssen, dann können wir auch gleich Glasfaserkabel legen“, sagt der Landrat. „In einigen Gebieten der Stadt Oschatz wurde in der Vergangenheit schon vorgebaut, kann eine Leerverrohrung genutzt werden“, ergänzt der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. In diesem Jahr wird es auch noch Feinabstimmungen in der Oschatzer Region geben. Dabei wird ermittelt, welche Grundstücke noch erschlossen werden, und bei welchen die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist. „Hier sind wir als Landkreis auch auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen angewiesen, um zu klären: Wo gibt es Entwicklungspotenzial, wo lohnt es sich, noch ein Kabel hinzulegen?“, so der Landrat.

Neue Entwicklungen gibt es auch bei Hotspots. Seit Dezember 2016 gibt es einen Hotspot auf Schloss Hartenfels in Torgau, und gleich danach wurde der Hotspot auf dem Alten Jagdschloss in Wermsdorf scharf geschaltet. Weitere Standorte sind in Planung. Durch eine Firma wird unter anderem auch die Einrichtung eines Hotspots in Oschatz geprüft.

Von Hagen Rösner

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