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Oschatz Oschatzer Projekttage: Von Nagern und Bollywood-Stars
Region Oschatz Oschatzer Projekttage: Von Nagern und Bollywood-Stars
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17:23 21.12.2012
Madeleine Knorr und Deborah Behr widmen sich in ihrer Präsentation den Sitten und Bräuchen in Indien. Quelle: Janett Petermann

Von Janett petermann

"Wir beginnen unsere Präsentation mit einer kurzen Videosequenz", leitete Robin Spack ganz harmlos ein. Die anwesenden Lehrer und Gäste wandten sich dem Film zu. Ein Zwerghamster erkundet arglos ein Terrarium, trinkt Wasser. Doch aus dem Hinterhalt schlängelt sich eine Natter an. Einen Wimpernschlag später ist das Dasein des Nagers Geschichte - und die Präsentation über den Bau eines Terrariums kann beginnen.

Ein wenig mussten Robin Spack und sein Partner Micha Engels schon schmunzeln über den Schreck, den sie den Anwesenden eingejagt haben. "Genau so wünschen wir uns das", fasste Monika Habel, Lehrerin im Fach Technik-Wirtschaft, im Nachgang den gelungenen Vortrag zusammen.

Für die beiden Zehntklässler und ihre Mitschüler standen in dieser Woche die Präsentationen ihrer Projekte in den Fächern Technik, Haushalt, Wirtschaft, Soziales und Französisch an. Im Laufe des Schuljahres hatten sie dazu bereits 15 Unterrichtsstunden und eine Facharbeit absolviert. Die Themen der einzelnen Vorträge waren entweder selbst gewählt - oder die Lehrer gaben unentschlossenen Schülern Vorschläge als Hilfestellungen. Außerdem war es Pflicht für die Schüler, die gerade nicht selbst vortrugen, den anderen Mitschülern zuzuhören.

Die Vorstellung ihres fertigen Terrariums und die Arbeitsschritte bis zum Ziel bewältigten die Techniker mit Bravour, doch so unterschiedlich die Interessen der Jugendlichen sind, so vielfältig waren auch die Themen der anderen Schüler.

Deborah Behr und Madeleine Knorr lebten in ihrer halben Stunde Vortragszeit ihre Leidenschaft für Bollywood aus. Unter dem Thema "Sitten und Bräuche anderer Kulturen - Indien" widmeten sie sich dem Subkontinent. Zwar war es schwer, das Land Indien in seiner Gänze in einer halben Stunde zu beschreiben, doch die jungen Frauen hatten allerhand zum Anfassen, Hören und Sehen vorbereitet, um die Zuhörer zu begeistern.

Doch auch Unterernährung und Religionskonflikte wurden thematisiert, um zu beweisen, dass der Pomp der Bollywood-Filme nur Illusion der Filmemacher ist. Besonders ins Auge stachen die farbenfrohen Saris. Auf Nachfrage einer Zuhörerin erklärte Madeleine Knorr. "Die Kleider habe ich von meiner Schwester, die sie in Stuttgart in einem Laden fand und sofort an mich dachte."

Ein theoretischeres Thema hatten Neha Singh und Maja Kümmel aufgearbeitet. Das französische Schulsystem im Vergleich zu dem in Deutschland stand für sie auf dem Plan. Da die Präsentation im Fach Französisch stattfand, waren die landestypischen Bezeichnungen für die Schulformen Pflicht. Trotz der Fülle an Informationen und Darstellungen gelang es den Beiden zu überzeugen. Die Leistungen der Schüler bewegten sich durchweg auf sehr hohem Niveau, und es war nicht zu übersehen, wie viel Arbeit in den Vorträgen steckte.

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