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Oschatz Oschatzer SPD befasst sich in einer Diskussionsrunde mit neuem Schulgesetz
Region Oschatz Oschatzer SPD befasst sich in einer Diskussionsrunde mit neuem Schulgesetz
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16:00 18.05.2017
Diskutierten über das neue sächsische Schulgesetz: Ursula Fritzsche, Sabine Friedel und Rüdiger Kleinke.
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Oschatz

Im August bekommt Sachsen ein neues Schulgesetz. Daran mitgearbeitet hat die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, Sabine Friedel. In einem von den Sozialdemokaten der Region Oschatz organisierten Podiumsgespräch, geleitet vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Rüdiger Kleinke, stand sie Interessierten in Oschatz Rede und Antwort, war bereit, sich mit Meinungen von Praktikern wie der Schulleiterin des Oschatzer Gymnasiums Marion Müller und kommunalen Entscheidungsträgern wie Ursula Fritzsche auseinanderzusetzen.

Was kann das neue Gesetz? Was nicht? Schafft es Sicherheit für Schulen im ländlichen Raum? Sorgt es künftig für erträgliche Klassenstärken? Muss ein Schulwechsel für Eltern und Schüler zum Problem werden? Fragen, die in vielen Familien eine große Rolle spielen. Es fehlten jedoch Eltern, Eltern- und Schülervertreter an diesem Abend, um von einer am Gesetz Mitwirkenden zu erfahren, warum das neue Schulgesetz so kommt, wie es inzwischen verabschiedet wurde.

Sabine Friedel schilderte zu Beginn, wie hart es gewesen sei, wie schwierig die Gespräche mit der CDU-Fraktion gewesen seien, Wünsche und Veränderungen in den 64 Paragrafen festzuschreiben. Und sie gab auch zu, was nicht gelang, welche Erwartungen das Gesetz aus ihrer Sicht nicht erfüllt. Um den Lehrermangel an sächsischen Schulen zu beheben, sei das Schulgesetz nach Meinung der Abgeordneten nicht das richtige Instrument, dafür biete es keine Lösung, die eine Besserung bringt.

Sabine Friedel zählte einige Fakten zu den Änderungen im Gesetz auf. Gerade auch für die Oschatzer Region bedeutsam, dass die Schulen im ländlichen Raum erhalten bleiben. Mit dem Gesetz werden Oberschulen gestärkt. Stolz schwang in den Worten der Soziologin mit, dass ihre Fraktion erreicht habe, dass Schulsozialarbeit im neuen Gesetz verankert wird und der Freistaat an allen staatlichen Oberschulen dafür die hundertprozentige Finanzierung trägt. Mehr Mitwirkung von Schülern, Eltern und anderen Partnern, mehr Freiheiten und Eigenverantwortung für Schulen vor Ort, ein stabiles Netz der beruflichen Bildung, zusätzliche Ressourcen um Inklusion zu ermöglichen sind Neuerungen. Wie in der Praxis die Änderungen umgesetzt werden können, darüber herrschte nicht bei jedem der Gäste Klarheit.

Von Bärbel Schumann

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