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Oschatz Oschatzer Schüler bei „Jugend musiziert“ vorn
Region Oschatz Oschatzer Schüler bei „Jugend musiziert“ vorn
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13:10 21.02.2018
Sie haben überzeugt: Ella Schwaiger, Hannah Horbas, Anna Konrad und Irene Horbas (v.l.) von der Außenstelle Oschatz der Kreismusikschule "Heinrich Schütz" haben erfolgreich am Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" teilgenommen. Für Anna Konrad geht der Wettbewerb sogar noch weiter, denn sie wird am Landesausscheid teilnehmen. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Oschatz

Sie haben Stunde um Stunde geübt, an einzelnen Takten gefeilt und versucht, ihr Lampenfieber in den Griff zu bekommen – letztlich hat sich alle Mühe gelohnt: Vier Schülerinnen aus der Oschatzer Außenstelle der Kreismusikschule „Heinrich Schütz“ sind beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert auf den vorderen Plätzen gelandet.

Auftritte mit Flöte, Klarinette und Klavier

Von ihren Lehrern wurden Ella Schwaiger (Querflöte), Anna Konrad (Blockflöte) sowie Hanna Horbas (Klarinette) und Irene Horbas (Klavier) ins Rennen geschickt. Für die zwölfjährige Anna Konrad war es bereits die zweite Teilnahme am Wettbewerb. „Ich wusste noch vom ersten Mal, wie es läuft, war aber trotzdem sehr nervös“, verriet sie. Deshalb sei sie bei ihrem Vortrag – insgesamt mussten jeweils vier Stücke aus verschiedenen Epochen gespielt werden – zum Ende hin schneller geworden. „Das passiert mir immer, wenn ich aufgeregt bin.“

Qualifikation für Landeswettbewerb

Mit 23 Punkten holte sie dennoch einen Spitzenplatz und tritt demnächst sogar beim Landeswettbewerb in Reichenbach an. „Das ist ein ganz tolles Ergebnis“, freute sich die Leiterin der Oschatzer Außenstelle Susanne Hornemann. Auch wenn dann die Nervosität sicher wieder steigen wird, freut sich Anna Konrad schon auf die nächste Runde. „Dass ich tatsächlich so viele Punkt erreiche, um weiter zu kommen, hat mich überrascht. Jetzt bin ich gespannt, wie es beim Landeswettbewerb wird.“

Lange Vorbereitung

Seit den Herbstferien hatte sich Ella Schwaiger auf „Jugend musiziert“ vorbereitet. Auf der Querflöte hintereinander vier Stücke zu spielen, kostet nicht nur Aufmerksamkeit, sondern vor allem viel Luft. „Zum Schluss wurde es knapp“, blickte sie zurück, „aber sonst ist es ganz gut gelaufen.“ Mit 22 Punkten holte sich die Zehnjährige den ersten Preis in der Kategorie Holzbläser Solo in ihrer Altersklasse. „Wenn jemand schon beim ersten Mal 22 Punkte holt, überrascht mich das auch und zeigt, es ist noch Luft nach oben“, hat Susanne Hornemann schon kommende Wettbewerbe im Blick.

Erfolg für Quereinsteigerin

Ebenso viel Punkte erhielt auch Hanna Horbas für ihren Vortrag auf der Klarinette. Dabei hatte die Schülerin zunächst Gitarrenunterricht und war erst vor drei Jahren auf Klarinette umgestiegen. „Ich fand Blasinstrumente schon immer schön“, begründete sie. Für den Regionalwettbewerb gehörte auch eine Sonate mit drei Sätzen zu ihrem Repertoire. „Ich hab richtig trainiert, dass ich lange spielen kann und die Luft besser reicht“, erklärte Hanna Horbas mit Blick auf die Schwierigkeit, dass auf das Mundstück der Klarinette steter Druck ausgeübt werden muss.

Viel Engagement nötig

Als Quereinsteiger so gut abzuschneiden, ist eine schöne Bestätigung. „Auch für uns als Schule“, betonte Susanne Hornemann, „gerade weil wir eine eher kleinere Einrichtung sind, ist es toll, dass sich hier solche Talente entwickeln. Da steckt viel Engagement der Schüler, ihrer Eltern und unserer Lehrer dahinter.“

Für Proben nach Leipzig

Ja, sie habe tatsächlich immer Lust, sich ans Klavier zu setzen, versicherte auch Irene Horbas. Nach einer ersten Solo-Teilnahme kam sie jetzt mit einem Duo auf den 2. Platz. Dabei musste sie sich nicht nur im Unterricht und daheim auf den Wettbewerb vorbereiten, sondern sich auch mit ihrer Mitstreiterin aus Leipzig zum gemeinsamen Proben treffen. „Das macht mir nichts aus, ich würde auch gerne öfter üben“, so die Zwölfjährige, „aber manchmal fehlt die Zeit, weil ich ja auch für die Schule lernen muss.““

Von Jana Brechlin

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