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Oschatz Oschatzer „Schwan“ mit jungen Azubis und neuem Betreiber ab September
Region Oschatz Oschatzer „Schwan“ mit jungen Azubis und neuem Betreiber ab September
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00:20 05.08.2017
Neue Gesichter für Küche, Service und Hotelbetrieb im Schwan: Samanta Albrecht, Charly Schmidt und Lisa Kretschmann (von links) beginnen ihre Ausbildung. Quelle: Foto:Christian Kunze
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Oschatz

In knapp vier Wochen, am 1. September, übernimmt die Travdo Hotel & Resorts GmbH Rochlitz den Betrieb im „Gasthaus und Hotel zum Schwan“ am Neumarkt. Übernommen werden mit der kompletten Belegschaft auch drei Auszubildende, die am Dienstag ihre Lehre starteten. Gemeinsam mit den „Travdo“-Geschäftsführern Nando und Cecil Sonnenschmidt und dem neuen Travdo-Hoteldirektor Stephan Süß bringen sie frischen Wind in das erste Haus am Platz.

Begrüßt wurden Samanta Albrecht (16), Charly Schmidt (21) und Lisa Kretschmann (17) vom Prokuristen der Oschatzer Treubau GmbH, Marc Etzold. Die städtische „Enkeltochter“ ist noch bis Ende August Schwan-Betreiber und der Arbeitgeber des Trios.

Lehrlinge kennen das Haus durch Praktika

Alle drei jungen Menschen kennen das Haus bereits aus Praktika, Ferienarbeit oder Beschäftigung und sind mit dem Personal vertraut. Das habe für alle bei der Bewerbung eine Rolle gespielt. Während Charly Schmidt bereits Erfahrungen als Koch in anderen Restaurantküchen mitbringt, haben die beiden jungen Frauen noch keine Einblicke, die über Praktika hinaus gehen.

Samanta Albrecht, die als Restaurantfachfrau ausgebildet wird, möchte die Chance nutzen, in ihrem Wohnort einer Tätigkeit nachzugehen, die ihr Freude bringt. „Ich bin offen dafür, neue Leute kennen zu lernen und sehe es als Herausforderung, zu erfahren, was in mir steckt“, so die Oschatzerin.

Lisa Kretschmann schätzt am von ihr gewählten Berufszweig der Hotelfachfrau die Veilseitigkeit. Die junge Naundorferin freut sich, in der Region Arbeit gefunden zu haben, in der sie lebt, schließt aber einen späteren Wechsel nicht aus. „Das ist einer der Vorteile. Man kann andere Häuser kennen lernen und seinen Horizont erweitern.“

Charly Schmidt macht Hobby zum Broterwerb

Für Charly Schmidt wird mit dem Kochberuf das Hobby zum Broterwerb. „Kochen ist meine Berufung“, meint er. Genau wie die anderen beiden hält er den „Schwan“ nicht für die einzige Option. „Ich hoffe, hier wieder Vertrauen in die Gastronomie fassen zu können“, so Schmidt. Denn, so der Oschatzer, in Großstädten habe er schlechte Erfahrungen gemacht.

Schlechte Erfahrungen hielten bisher manchen Oschatzer davon ab, den „Schwan“ zu besuchen. Nicht wenige knüpfen an den Betreiberwechsel die Hoffnung auf einen besseren Service.

Nando Sonnenschmidt, einer der beiden Geschäftsführer der Travdo Hotel & Resorts GmbH, hat mit seinem inhabergeführten Unternehmen in den zurückliegenden Jahren bereits einige Hotels und Gaststätten übernommen und saniert. „Nirgends habe ich bisher so gute Voraussetzungen gefunden wie in Oschatz“, lobt er die bisherigen Betreiber. Bis auf einige Kleinigkeiten in der Ausstattung, wie etwa Bettwäsche und Technik, wolle man nichts verändern. „Das ist im Schwan alles top“, sagt er. Die Travdo-Gruppe pachtet Gaststätte und Hotel sowie das Bettenhaus am Altmarkt für zehn Jahre. Beide Immobilen bleiben im Eigentum der Treubau GmbH.

Wellnessangebot im „Schwan“ nicht vorgesehen

Ob es einen Tag der offenen Tür oder ein ähnliches Angebot gibt, liegt laut Aussage Nando Sonnenschmidts in der Entscheidungsgewalt des Hoteldirektors. Auffällig an den rund 20 Hotels und Gaststätten, die sein Unternehmen überwiegend in den neuen Bundesländern unterhält, ist das häufige Angebot von Wellnessbereichen. Ein solcher biete sich in Oschatz nicht an – zum einen aufgrund der Lage mitten in der Innenstadt, zum anderen, weil es im Oschatzer Bad bereits ein Wellnessangebot gibt.

Eine wesentliche Änderung gegenüber vorher ist, dass der Schwan ab 1. September in den Online-Freizeitportalen des neuen Betreibers beworben wird. „Die Auslastung des Schwan liegt derzeit bei überdurchschnittlich guten 44 Prozent. Wir hoffen, sie auf diese Weise auf 60 Prozent steigern zu können. In diesem Bereich liegt auch die durchschnittliche Auslastungen all unserer Häuser.“

Von Christian Kunze

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