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Oschatz Oschatzer Segelflieger drehen Film um gestrandeten Weihnachtsmann
Region Oschatz Oschatzer Segelflieger drehen Film um gestrandeten Weihnachtsmann
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06:00 27.12.2016
Verdammt, wo geht es denn hier zu meinen Kunden? Im Weihnachtsvideo muss der Weihnachtsmann mit einem Flugzeug des Oschatzer Clubs die Geschenke verteilen. Quelle: Fotos: privat
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Oschatz

Der Oschatzer Fliegerclub hat seinen Mitgliedern und allen anderen Flugbegeisterten der Region in diesem Jahr ein ganz besonderes Geschenk unter den Weihnachtsbaum gelegt. Heiligabend ging nämlich der erste Weihnachtsfilm des Fliegerclubs online. Erik Simon, einer der jüngsten Piloten des Vereins, hatte gemeinsam mit seinem Fliegerkumpel Richard Münzberger die Idee zu einem Weihnachtsvideo entwickelt und an den Tagen vor Weihnachten gedreht, geschnitten, vertont und ins Internet gestellt. Die beiden begeisterten Oschatzer Segelflieger freuen sich, dass sie noch rechtzeitig vor dem Fest mit den Arbeiten fertig geworden sind.

„Inzwischen gibt es ja viele Vereine, die für ihre Mitglieder Filmchen anbieten. Über Youtube und Facebook finden diese Filme dann eine schnelle und weite Verbreitung. Beispielsweise hat es zum Nikolaustag bei anderen Vereinen schöne Filme gegeben“, sagt Erik Simon. Die Geschichte, die in dem Film gezeigt wird, handelt vom Weihnachtsmann, der erschöpft kurz vor Heiligabend in Oschatz auf dem Gelände des Fliegerclubs an der Wermsdorfer Straße strandet. Dort ruht er sich aus und beim Morgenkaffee hört er im Radio, dass auf der Bundesstraße 6 ein herrenloser Rentierschlitten gesichtet wurde und die Gefahr besteht, dass Weihnachten in diesem Jahr ausfällt.

Der Weihnachtsmann rennt vor seine Herberge und sieht, dass sein Schlitten samt Tieren verschwunden ist, die Geschenke glücklicherweise noch in der Gegend verteilt liegen. Die sind schnell aufgesammelt, doch wie soll der weißbärtige Alte seine Gaben unters Volk bringen? Da fällt ihm im Hangar der Oschatzer Flieger ein rot-weißer Motorsegler auf, der genau das richtige Fahrzeug für die Zustellung sein könnte.

Und der Weihnachtsmann wäre nicht der Weihnachtsmann, wenn er nicht auch den Motorsegler bedienen könnte. Mit Hilfe der Oschatzer Piloten macht er sich auf den Weg, um noch rechtzeitig alle Pakete verteilen zu können. Anschließend geht es wieder an den Nordpol.

„Wir haben bei den Dreharbeiten wirklich viel Spaß gehabt“, bekennt Erik Simon. Neben ihm und Richard Münzberger gab es noch weitere Vereinsmitglieder, die sie bei ihren Dreharbeiten unterstützt haben.

Den Beiden ging es jedoch nicht nur um den Spaß. Sie wollen mit ihrer weihnachtlichen Videobotschaft vor allem eine Lanze für den sächsischen Segelflugsport brechen. „Ich würde mich freuen, wenn der Film eine möglichst weite Verbreitung findet und wir mit unserem Video eine gute Werbung für den hiesigen Segelfliegerverein haben“, so Simon. Die Kosten für den Dreh hielten sich in Grenzen. „Wir haben natürlich alle ehrenamtlich gearbeitet. Die einzigen echten Kosten, die angefallen sind, das waren die zehn Flugminuten mit dem Motorsegler über Oschatz“, meint der junge Pilot. Mit einem echten Segelflugzeug sind um diese Jahreszeit keine Flüge möglich.

Dabei werden von den Mitgliedern des Oschatzer Fliegerclubs die Wintermonate nicht nur zum Drehen von Weihnachtsvideos genutzt. Die meiste freie Zeit verwenden die Hobbypiloten derzeit für die Pflege der Technik und des Vereinsgeländes. Während die meisten Piloten in den Sommermonaten in der Luft sein wollen, gibt es im Winter auch Zeit, die Eindrücke und das gesammelte Video- und Streckenmaterial der Flüge am heimischen Computer zu bearbeiten. Derzeit sind in dem Verein rund 50 Piloten organisiert, die vor allem den Segelflugsport betreiben.

Wer übrigens das Oschatzer Weihnachtsvideo ansehen möchte, kann dies am besten über den Vereinsauftritt bei Facebook tun. Dort sind die Oschatzer Flieger unter Fliegerclub Oschatz e. V. zu finden.

Von Hagen Rösner

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