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Oschatzer Sonderausstellung zum Ulanenregiment eröffnet

Stadt- und Waagenmuseum Oschatzer Sonderausstellung zum Ulanenregiment eröffnet

In den Jahren 1867 bis 1919 prägte das 1. Königlich Sächsische Ulanenregiment N. 17 wesentlich die Stadtgeschichte von Oschatz. 150 Jahre nach seiner Gründung widmet sich nun eine Sonderausstellung im Stadt- und Waagenmuseum der Militäreinheit. Die Schau sucht ihresgleichen, war jedoch im Vorfeld auch nicht unumstritten.

Eine Reiterfigur aus der Ausstellung.

Quelle: Christian Kunze

Oschatz. So akribisch hat Dana Bach wohl noch nie eine Sonderausstellung vorbereitet. Die Leiterin des Stadt- und Waagenmuseums stand im Vorfeld der Schau zum 1. Königlich Sächsischen Ulanenregiment Nr. 17 in Oschatz rege in Kontakt mit Dr. Manfred Schollmeyer und 25 weiteren Leihgebern.

Auch Waffen werden in der Schau gezeigt

Auch Waffen werden in der Schau gezeigt.

Quelle: Christian Kunze

Schollmeyer ist der Anstoß für die Ausstellung, die am Sonnabend eröffnet wurde. Denn ohne die Erinnerungen an das Regiment in Buchform, die vor reichlich einem Jahr in der Reihe „Oschatzer Ansichten“ des Geschichts- und Heimatvereins erschienen sind, würde es diese seit Januar 2017 anvisierte Sonderschau in Oschatz wohl gar nicht geben.

Mit der Lanze vor der Tür

Die Publikation des Heimatforschers war für Dana Bach eine Fundgrube – denn darin fand sie zahlreiche Abbildungen von Gegenständen, Schriften, Fotos und Karten, die mit dem 1867 in Oschatz gegründeten und 1919 ebenda aufgelösten Regiment in Verbindung stehen. Bisher gab es im Bestand des Museums nur eine Vitrine mit Gegenständen aus der Epoche der Ulanen in Oschatz.

In der Sonderausstellung

In der Sonderausstellung.

Quelle: Christian Kunze

Von der Pfeife bis zum Bewirtungsbuch, in dem über Jahrzehnte hinweg dokumentiert wurde, wie die Soldaten in der Stadt verköstigt wurden, reicht nun das Spektrum der Schau. Gezählt hat Dana Bach die Exponate nicht, wohl aber weiß sie, dass mit einigen der ausgestellten Dinge ganz besondere Geschichten verknüpft sind. Da ist zum Beispiel die Lanze. „Alles hatten wir da, von Uniformen über die Belege zur Ausbildung der Pferde und sogar die Besattlung der Ulanen – nur eine Lanze fehlte. Ich rief eines Vormittags Dr. Schollmeyer an und sagte ihm das. Am Nachmittag des gleichen Tages stand er in der Tür – mit einer Lanze“, berichtet die Museumsleiterin.

Keine Kriegsverherrlichung

Für den Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) stellt die neue Sonderausstellung „ein mutiges Unterfangen dar“. Denn sie sei nicht nur die erste und wohl einzige ihrer Art, sondern wäre auch fast zu einem Politikum geworden. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir wegen Museumsexponaten schon einmal eine Diskussion im Stadtrat hatten“. Genau das sei hier im Vorfeld geschehen. „Es stand der Vorwurf der Kriegsverherrlichung im Raum. Aber genau das ist es nicht. Es ist das vielmehr das Bewahren und Dokumentieren eines Kapitels der Stadtgeschichte, das Oschatz geprägt und vorangebracht hat“, so das Stadtoberhaupt zur Eröffnung.

Für Klaus Thiele aus Oschatz, der zu den Leihgebern gehört, ist die Schau in ihrer Zusammensetzung, ihrer Art und Größenordnung absolut einmalig. „Ein solches Thema gab es noch nie und wird es auch so schnell nicht wieder geben. Ich bin absolut beeindruckt davon, wie viele verschiedene Facetten des Regiments hier auf engstem Raum zusammengetragen worden sind“, so der Sammler.

Zu sehen ist die Sonderausstellung im Stadt- und Waagenmuseum bis 19. November 2017

Von Christian Kunze

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