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Oschatz Oschatzer Sparkasse warnt vor Haustürgeschäften
Region Oschatz Oschatzer Sparkasse warnt vor Haustürgeschäften
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16:23 26.10.2015
Die Oschatzer Sparkasse warnt derzeit vor dubiosen Haustürgeschäften. Quelle: dpa
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Oschatz

"Bei uns waren Kunden, die wissen wollten, ob sie ihren neue Einzugsermächtigung bei der Bank anmelden müssen", berichtet Ramona Kloppe. Die Kunden hätten von den Werbern eine Aufnahmeerklärung bekommen und seien zum Unterschreiben der Einzugsermächtigung gedrängt worden. Schaue man sich den Vertrag genau an, stelle man fest, dass auch ein Probeabo für eine Zeitschrift vereinbart worden sei. Werde dieses nicht rechtzeitig vor Ablauf der Probefrist gekündigt, entstehe daraus ein reguläres Abo, das erst nach zwei Jahren wieder beendet werden könne.

Der Dienstleister, die TC Medical Air Ambulance Agency GmbH, wirbt damit, 24 Stunden und 365 Tage weltweit für ihre Kundschaft da zu sein. "In zahlreichen Ländern zahlt Ihre Krankenkasse bei Krankheit, Unfall oder notwendigem Rücktransport nur eingeschränkt. Im schlimmsten Fall gar nicht. Ergebnis: Sie bleiben im Notfall auch noch auf den Kosten sitzen!", heißt es auf der Internetseite der Gesellschaft, wo dafür geworben wird, Behandlungs- und Rückholungskosten weltweit zu erstatten.

"Das ist ein Spiel mit der Angst der Leute", kommentiert Sabine Breidel, Pressesprecherin der Verbraucherzentrale Sachsen, diese Aussagen. Tatsächlich böten die Krankenkassen einen Notruf an, der bei Erkrankungen und Unfällen im Ausland Hilfe organisiere. Auf jeden Fall lohne es sich, die an der Haustür angebotenen Leistungen mit jenen zu vergleichen, die die eigene Krankenkasse anbietet und dann eine abgewogene Entscheidung zu treffen.

Im konkreten Fall sei es wichtig, ob den Kunden die Versicherungsbedingungen ausgehändigt wurden. Sei das nicht der Fall, dann wäre auch ein unterschriebener Vertrag unwirksam. Mit Haustürgeschäften sei die Medical Air Ambulance in diesem Jahr bereits mit drei Fällen in Zwickau aufgefallen. Nicole Kantak, stellvertretende Pressesprecherin der Sparkasse Leipzig, teilt zu diesem Sachverhalt mit: "Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig zum Thema Betrugsprävention geschult. Sie sind deshalb sensibilisiert und wissen, wie sie sich in Verdachtsmomenten verhalten müssen."

Die Kolleginnen und Kollegen in den Filialen würden die Kundinnen und Kunden deshalb grundsätzlich darauf hinweisen, private Daten wie Kontonummer und Bankverbindung nicht unbedarft preiszugeben und ihre Kontoauszüge regelmäßig zu kontrollieren. Zudem würden sie empfehlen, sich bei dem Verdacht eines Haustürgeschäfts an die zuständige Verbraucherschutzzentrale zu wenden. Für den Fall eines erteilten Sepa-Lastschriftmandats könne sich der Kunde bereits abgebuchte Beträge bis acht Wochen nach der Kontobelastung zurückbuchen lassen.

Durch die Präsenz der Sparkasse vor Ort kenne man die Kunden des Kreditinstituts. Dieser persönliche Kontakt ermögliche es den Filialmitarbeitern, über die standardisierten Abläufe hinaus besonders aufmerksam zu sein und entsprechende Maßnahmen im Sinne der Kunden einzuleiten.

lvz

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