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Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum lockt 4000 Besucher an

Glaskrug, Spielzeug und Fotos Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum lockt 4000 Besucher an

Zahlreiche Gruppen und Einzelbesucher bescherten dem Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum 2015 ein Besucherplus im Vergleich zum vergangenen Jahr. Mit diesem Ansporn geht Museumsleiterin Dana Bach ins neue Ausstellungsjahr. 2016 beteiligt sich das Museum unter anderem an der Kleinen Gartenschau im Juni.

Museumsleiterin Dana Bach zeigt eines ihrer Lieblingsexponate, einen Glaskrug des Männergesangsvereins Lied Hoch 1893. Der Krug wurde dem Museum vergangenes Jahr geschenkt.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Knapp 4000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr das Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum. Mit 3972 zahlenden Gästen fiel die Bilanz sogar noch etwas besser als im Jahr 2014: Da kamen laut Museumsleiterin Dana Bach 3844 Männer, Frauen und Kinder. Mehr als ein Viertel der Besucher, nämlich 1063, kamen in 56 Gruppen, um die Exponate und Sonderausstellungen 2015 zu sehen, etliche von ihnen aus den Zentren Leipzig, Dresden und Chemnitz. „Vor allem die museumspädagogischen Angebote haben sich über die Grenzen der Region hinaus einen Namen gemacht“, freut sich Dana Bach.

 

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Impressionen aus dem Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum.

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Am stärksten frequentiert waren die Räume erwartungsgemäß während der Ferien – dann gehen schließlich ganze Familien auf Entdeckungsreise.

Sonderausstellung zu Kaufmannsläden

Bis Ende Februar 2016 ist noch die aktuelle Sonderausstellung „Kaufmannsläden und Holzspielzeug aus vergangener Zeit“ zu sehen. „Der Sammler Gerhard Lehmann aus Dresden zeigt in dieser Ausstellung einen Teil seiner umfangreichen Sammlung, welche mittlerweile 20 Kaufmannsläden und zahlreiches anderes Holzspielzeug aus der Zeit von 1900 bis etwa 1960 zählt“, wirbt Dana Bach. Vom 12. März bis 15.Mai können Besucher in die „Erinnerungen an den Oschatzer Fotografen und Stadtchronisten Hermann Koczyk“ eintauchen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dessen umfangreicher Nachlass. „Zu sehen sind zahlreiche, zum Teil noch nie veröffentlichte Ansichten von Oschatz, etwa der Oschatzer Ulanen oder das Oschatzer Stadtleben mit besonderen Höhepunkten aus der Zeit der Jahrhundertwende und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, umreißt die Museumsleiterin das Spektrum. Auch zur Geschichte der Fotografie könne man in der Schau einiges erfahren.

Die jüngsten Besucher erwartet eine spezielle Schau in den Sommerferien. „Teddybären im Märchenland“ heißt es ab dem 28. Mai. Ob Zwerg Nase, Gulliver auf seinen Reisen, Rapunzel, Frau Holle, Aschenputtel oder der Froschkönig – Vertreter aus mehr als 50 Geschichten sind dann zu sehen. „Moderne Märchen, geschrieben von Oschatzer Gymnasiasten, lassen alte Märchen in der heutigen Zeit spielen. Der Besucher darf sich auf Erzählungen der besonderen Art freuen“, macht Bach neugierig.

Trödelmärkte für Schnäppchenjäger

Genauso bekannt wie zahlreiche Märchen ist das Sandmännchen. Seit über einem halben Jahrhundert erklingt allabendlich die Melodie „Sandmann, lieber Sandmann“, die Kinder in Ost und West ins Bett begleitet. Aus nächster Nähe können große und kleine Sandmann-Fans im Museum originale Bühnenbilder, Fahrzeuge, Requisiten und verschiedene Sandmannfiguren bewundern – all das ab dem 12. November.

Neben den Sonderausstellungen gibt es 2016 mehrere Aktionen im Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum. So organisiert das Haus zwei Trödelmärkte. Alle Schnäppchenjäger sollten sich den 21. Mai und den 3. September vormerken, denn dann kann nach Herzenslust gestöbert, gefeilscht und gekauft werden. Zum Tag des Museums lädt Dana Bach am 22. Mai und zum Tag des offenen Denkmals am 11. September ein.

Im Rahmen der Zweiten Kleinen Gartenschau in Oschatz vom 1. bis 5. Juni setzt das Museum eigene Akzente. So wird nach Angaben Dana Bachs das Grüne Klassenzimmer unterstützt, gibt es Projekte für Grundschulen („Die Waage als Messinstrument“, Lehrplan der Klassenstufe 3 und „Leben und Wohnen früher und heute“ , Klassenstufe 4). Zudem werden Führungen durch die dann laufende Sonderausstellung angeboten. Auch den in den zurückliegenden Jahren immer wieder stark nachgefragten Antiquitäten- und Kunstschätztag sowie eine Sprechstunde der Frau Puppendoktor Pille wird es in diesem Jahr wieder im Museum geben. Termin dafür ist voraussichtlich im Oktober.

Stadt- und Waagenmuseum Oschatz, Eigenbetrieb Oschatzer Kulturstätten, Frongasse 1, 04758 Oschatz, Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag: 9.30 bis 12.30 Uhr, 13 bis 17.00 Uhr. Freitag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr, Telefon: 03435 920285, Fax: 03435 987611, E-Mail: museum@oschatz-erleben.de, Internet: www.oschatz-erleben.de

Von Christian Kunze

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