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Oschatz Oschatzer Stadtbibliothek setzt auf Online-Ausleihe
Region Oschatz Oschatzer Stadtbibliothek setzt auf Online-Ausleihe
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16:16 23.02.2018
Eleonore Reichel setzt auf das E-Book. Die Leiterin der Stadtbibliothek hält drei solcher Lesegeräte zur Ausleihe parat – denn das Medium wird verstärkt nachgefragt. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Weniger Entleihungen, ein geringerer Medienbestand, dafür mehr Nutzer und ein Plus an Veranstaltungen und Neuanmeldungen. So sieht die Bilanz der Stadtbibliothek für 2017 aus.

Die Ausleihe hat ordentlich aussortiert: Der Bestand ist gesunken – um 1000 Stück auf aktuell rund 29 000. Die Mitarbeiter haben sich also offensichtlich von veralteten, nicht mehr nachgefragten, nicht mehr zeitgemäßen oder Medien in schlechtem Zustand getrennt. Ebenfalls geringer ist die Zahl der entliehenen Medien gewesen. Bibliotheksleiterin Eleonore Reichel kann in ihrer Statistik 53 781 Ausleihvorgänge vorweisen. Zum Vergleich: In 2016 waren es noch rund 56 300 gewesen.

Mehr Online-Medien

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Online-Medien – von 2851 auf 4653. Um diesem Trend gerecht zu werden, verfügt die Bibliothek über drei E-Book-Lesegeräte, die ausgeliehen werden können.

Genutzt haben die Ausleihe während des Bilanzzeitraums 2017 in Oschatz 6352 Bücherfreunde – 52 mehr als im gleichen Vorjahreszeitaum. Die Nutzer wohnen nicht nur in Oschatz, sondern in nahezu allen umliegenden Gemeinden der Collm-Region. Den stärksten Zuwachs an Nutzern erfuhr die Bibliothek bei den Kindern unter zwölf Jahren – von ihnen kamen ganze 126 mehr zum Schmökern, belegen die Zahlen. Erreicht wurde das nach Einschätzung Eleonore Reichels durch zahlreiche Veranstaltungen von, für und mit dieser Zielgruppe. Leseförderung und Bibliothekseinführungen für alle Altersstufen gehören ebenso dazu wie Vorlesewettbewerbe, öffentliche Vorlesezeiten und Lesenächte für Grundschulen. Am Thomas-Mann-Gymnasium gibt es zudem das Ganztagsangebot „Leselust“.

Die Bibliothekarinnen Eleonore Reichel und Diana Mann stemmten im vergangenen Jahr 122 Veranstaltungen – zwölf mehr als noch 2016. Das Gros davon, ganze 75 Stück, richteten sich an Kinder und Jugendliche. Aber auch die erwachsenen Bücherfreunde kamen 47-mal auf ihre Kosten. Ein Höhepunkt war der Besuch Albrecht Gralles, der im Festjahr 500 Jahre Reformation aus seinen Roman „Als Luther vom Kirschbaum fiel und in der Gegenwart landete“ las (wie viele weitere Aktivitäten der Bibliothek gefördert vom Kulturraum Leipziger Raum). Außerordentlich gut besucht waren zudem die Lesung mit Renate Bergmann, als die Bibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Roscher 230 Zuhörer in ihre Räume lockte sowie die Präsentation des Buchs über das einst in Oschatz stationierte Ulanenregiment von Dr. Manfred Schollmeyer.

„Entschuldigung, lesen Sie noch?“ hat sich etabliert

Etabliert hat sich 2017 die Reihe „Entschuldigung, lesen Sie noch?“, in der Besucher ihre Lieblingsbücher vorstellen. Im Jahr 2018 begeht die Bibliothek mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 140-jähriges Bestehen. Los geht es mit einer Vernissage am 22. Februar um 17 Uhr. Heidrun Nitzsche zeigt unter dem Motto „Meine Wege“ Landschaftsmalerei. Am 27. Februar gibt es einen Tag der Sinne, 16 Uhr ist Vorlesezeit. Am 26. März lädt Gabriele Teumer vom Geschichts- und Heimatverein zu Ahnenforschung ein, Beginn 19.30 Uhr. Lesenächte erwarten die Jüngsten am 20. April und 26. Oktober, ferner sind im Mai und Dezember öffentliche Lesungen für Erwachsene geplant.

Einmalig bleiben vorerst ein Märchenprojekt im Herbst, das mit dem Erlös des Oschatzer Ratsherrenwiegens umgesetzt wird und ein Fotowettbewerb im Sommer: Im Juli und August, während der großen Ferien, sind die Nutzer aufgerufen, Bilder einzusenden, welche auf originelle Weise die folgende Frage beantworten: „Wohin reisen unsere Bücher in den Urlaub?“

Von Christian Kunze

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