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Oschatz Oschatzer Stadtbibliothekarin Eleonore Reichel ist stolz auf ihre Stadt
Region Oschatz Oschatzer Stadtbibliothekarin Eleonore Reichel ist stolz auf ihre Stadt
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06:00 19.09.2017
Eleonore Reichel Quelle: Foto: Anton zirk
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Oschatz

Bücher bestimmen seit über 40 Jahren das Leben von Bibliothekarin Eleonore Reichel. Das Oschatzer Original sitzt am 9. Oktober in der vierköpfigen Runde des 2. Galeriegesprächs im Thomas-Müntzer-Haus und will dort unter dem Thema „Oschatz – Nabel der Welt !?“ für die Döllnitz-Stadt einstehen. Und sie weiß einiges zu berichten, hat sie doch ihre Heimat zu unterschiedlichsten Epochen miterlebt und -gestaltet.

Für längere Zeit verließ Reichel die Stadt nur zum Reisen, ein dauerhafter Umzug kam nie in Frage – und das hat seinen Grund: „Meine Erziehung besagt, dass man selbst für sein Glück verantwortlich ist, dass man aus dem, was man hat, etwas Schönes schaffen kann.“ Dies gelte auch für ihr Leben in Oschatz. Eleonore Reichel ist in der Döllnitz-Stadt geboren, hat im Thomas-Mann-Gymnasium ihr Abitur abgelegt. Auch ihr Berufswunsch vermochte sie nicht wegzulocken, denn Reichel ließ sich per Fernstudium zur Diplom-Bibliothekarin ausbilden.

Gartenstadt hat sich positiv entwickelt

Nach 60 Jahren sei es nur schwer vorstellbar, irgendwo anders zu leben: „Mich kennt hier fast jeder, das macht natürlich auch die Arbeit leichter“, sagt Reichel. Zumal sich die Gartenstadt in den vergangenen Jahren positiv entwickelt habe. „Oschatz ist eine schöne Stadt“, sagt sie und fügt hinzu: „Außerdem ist das Leben hier deutlich entspannter als in der Großstadt und die Nähe zu Dresden und Leipzig hat man trotzdem.“ Für die Zukunft wünscht sich Reichel, dass mehr junge Menschen ihrer Heimat treu bleiben. Das erfordert einerseits Mut und Motivation, selbst mit anzupacken. Andererseits spiele Geld eine wichtige Rolle. „Die Jugend muss auf Arbeit die richtige Anerkennung bekommen“, fordert Reichel.

Um jeden Gast hart gekämpft

Außerdem sei es nötig, passende Veranstaltungen anzubieten, die verschiedene Generationen zusammenbringen. Wie schwer das gerade bei neuen Projekten sein kann, weiß Reichel aus eigener Erfahrung. Auch bei Aktionen der Stadtbibliothek habe man am Anfang hart um jeden Gast gekämpft. Dem Galeriegespräch blickt sie mit Vorfreude entgegen: „Es geht um Oschatz, um meine Heimat und ich erwarte wichtige Themen. Das wird sicher spannend.“

Das 2. Galeriegespräch findet am Montag, den 9. Oktober im Thomas-Müntzer-Haus statt. Beginn: 19 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro. Jugendliche bis 16 Jahre und Schüler zahlen nichts.

Von Anton Zirk

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