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Oschatzer Stadtkirche im Hundertwasser-Stil: Ein echter Mirko Theodor für die Türmerstube

Türmergeschichten Oschatzer Stadtkirche im Hundertwasser-Stil: Ein echter Mirko Theodor für die Türmerstube

Sieht man am Südturm der St. Aegidienkirche in Oschatz weiße Fahnen wehen, dann ist die Türmerstube offen. Ein hauptamtlicher Türmer und reichlich 40 Ehrenamtliche sichern die Öffnungszeiten ab. Christian Kunze gehört zu diesem Türmer-Team und berichtet in unregelmäßigen Abständen von Begegnungen und Besuchern über der Stadt.

Die St. Aegidienkirche hat es dem Wahl-Oschatzer Mirko Theodor angetan. Auf mehreren Gemälden hat er sie bereits verewigt.

Quelle: Dirk Hunger(Archiv)

Oschatz. Alles neu macht der Juni: Seit dem Pfingstfest hängt im Treppenaufgang zwischen der ersten und zweiten Etage der Türmerwohnung ein farbenfrohes Abbild der St. Aegidienkirche. Das an den Stil Friedensreich Hundertwassers erinnernde Gemälde stammt von Mirko Theodor. Als der freischaffende Künstler mit Wurzeln in Halberstadt, in Oschatz der Liebe wegen sesshaft geworden, unlängst auf der ersten Kunstmesse im E-Werk sein Schaffen ausstellte und Werke zum Kauf anbot, sicherte ich mir dieses kunterbunte Kirchenbild, den Ort, den es bald zieren sollte, schon vor Augen.

Im Oschatzer Oberstübchen gibt es etliche historische Utensilien zu bestaunen – warum sollte da nicht auch Platz für etwas Neues sein. Der Mut zum Stilbruch hat seinen Reiz. Das Neue fand seinen Platz dann auch recht schnell, beim gemeinsamen Dienst mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Rettet St. Aegdien, Berthold Zehme, haben er und ich ihn auserkoren. Der „Pfarrer im Unruhestand“ besorgte Nägel, ich lieh mir einen Hammer aus Rocco Eichlers Schuhmacherwerkstatt ein paar Treppen tiefer – und schon hing das Gemälde an der Wand im Treppenhaus zwischen der guten Stube und dem einstigen Schlafzimmer der vielen Quietzsch-Kinder.

Der Künstler selbst nebst Lebensgefährtin Carina Pruß war bisher nicht dazu gekommen, vom Südturm der Stadtkirche den Blick über seine vor drei Jahren neu gewählte Heimat schweifen zu lassen. Beide holten diesen Besuch zum Stadt- und Vereinsfest am vergangenen Sonnabend nach – während im Zentrum schon alles auf den Hauptact des Abends wartete – Fancy auf dem Neumarkt. Spontan entschieden sich zu später Stunde auch noch zwei Freunde, uns zu begleiten.

Oben angekommen, stellte das Quartett zwei Dinge fest: Hier könnte man Silvester feiern und: Fancy klingt in 60 Metern Höhe nicht anders als unten.

Von Christian Kunze

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