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Oschatz Oschatzer Stadträte auf dem Holzweg
Region Oschatz Oschatzer Stadträte auf dem Holzweg
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16:14 05.09.2014
Revierförster Jan Petersen erläutert den Mitgliedern des Hauptausschusses den Zustand des Oschatzer Stadtwaldes. Quelle: Dirk Hunger

von frank hörügel

Die Kommune ist Eigentümer einer insgesamt 170 Hektar großen Waldfläche. Der größte zusammenhängende Teil - 120 Hektar - befindet sich im Umfeld des Stadtteiles Fliegerhorst. "Hier sind viele Nordic Walker, Radfahrer und Pilzsammler unterwegs", hat Petersen beobachtet. Und aus dieser Richtung gebe es oft Beschwerden über abgesägte Äste, gefällte Bäume oder ramponierte Wege. Der Revierförster warb um Verständnis dafür, dass alle drei Beschwerdegründe nicht zu vermeiden seien.

Äste müssten abgesägt werden, wenn sie die Sicherheit von Passanten oder Kraftfahrern bedrohten. Und das Fällen von Bäumen sei nun einmal Teil der Forstbewirtschaftung. Innerhalb von zehn Jahren sollen nach Angaben des Experten 6660 Festmeter Holz im Oschatzer Stadtwald gefällt werden. Das entspreche ungefähr vier Festmeter pro Hektar und Jahr. Gleichzeitig würden aber zehn Festmeter Holz pro Hektar und Jahr nachwachsen - viel mehr als gefällt wird. Petersen: "Wir verletzen nicht die Nachhaltigkeit."

In diesem Jahr werden die Harvester (große Holzernte-Maschinen) schwerpunktmäßig an der Allee 13 im Einsatz sein. Die ausgewählten Bäume hat Förster Petersen bereits mit einem roten Schrägstrich gekennzeichnet. Schäden an den Waldwegen durch die schweren Fahrzeuge seien bei der Holzernte nicht vollständig zu vermeiden. Deshalb muss die Stadt immer wieder in den Wegebau investieren, was demnächst auch an der Allee 13 vorgesehen ist. "Das Geld, das wir in unserem Wald verdienen, investieren wir hier auch wieder", sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Ein Teil dieses Geldes soll zudem in die Reparatur der Schutzhütte an der Allee 13 gesteckt werden, die den Waldspaziergängern seit 20 Jahren einen Unterstand bietet.

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