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Oschatz Oschatzer Stadträte für den Erhalt des Platschbades
Region Oschatz Oschatzer Stadträte für den Erhalt des Platschbades
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06:00 26.11.2016
Das Platsch soll attraktiv für Familien bleiben – trotz unvermeidbarer Einschnitte. Ehe der Stadtrat über die Badzukunft entscheidet, wird ausgewertet. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Das Oschatzer Gespräch zum Platschbad am Mittwochabend wertete der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung aus. „Es hätten mehr Besucher sein können“, sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. Er kündigte an, nach der Kritik am Konzept zum Baderhalt aus der Oberschule Robert Härtwig, die Pläne vor Ort den Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen.

Überwiegend herrsche Konsens zwischen den Beteiligten. „Wir haben noch einmal deutlich machen können, dass immense Kosten verursacht werden, die der Nutzer gar nicht sieht. Das ist so, als würde er nur einen Schnaps trinken und wir haben die restliche Flasche für uns alleine“, griff er zu einer Metapher.

Henry Korn (Freie Wähler) freut sich, dass Verwaltung, Betreibergesellschaft und Stadtrat an einem Strang ziehen, um diese Aufgabe zu bewältigen, verließ die Diskussion aber mit gemischten Gefühlen. „Die Mehrheit derer, die sich äußerten, steht hinter dem Vorhaben. Ich habe mit deutlich mehr Kritik gerechnet. Das neue Bad wird eine Bereicherung – allerdings nur, wenn es uns gelingt, den Zuschuss auf unter 500 000 Euro zu kriegen.“

Dietmar Schurig, Fraktionschef der CDU, gab sich angesichts der Pläne optimistisch. „Wir stimmen den Ideen zu. Das Bad ist ein ganz wichtiger Punkt für unsere Stadt und nahezu genauso wichtig wie gute Kindertagesstätten und Schulen, die wir haben. Packen wir es an“, meinte er.

Uta Schmidt (Grüne) folgt dem Grobkonzept und sieht es als abgeschlossen an. „Mein etwas visionärer Vorschlag einer Kletterhalle war ein Versuch, mehr junge Erwachsene zu erreichen. Sie fehlten bei den Diskussionsrunden im Müntzer-Haus. Nur hätte ich gern gewusst, wie junge Leute um die 30, mit und ohne Kinder, denken.“ Sie meint, in dieser Generation künftiger Nutzer wisse mancher zu schätzen, dass er „ohne viel Zeitaufwand oder Gedränge beim Bahnenschwimmen, wie in der Großstadt“ ein Bad aufsuchen könne, oder dass berufstätige Eltern nicht 30 Kilometer fahren müssten, um mit Kindern etwas zu unternehmen. „Wer täglich weit zur Arbeit fährt, möchte irgendwann mal ankommen“, sagt sie.

Holger Schmidt (CDU) kann sich ebenso mit den Vorschlägen des Planungsbüros Bauconzept anfreunden. Gleichwohl forderte er, dass Vorschläge, die im Gespräch geäußert wurden, auch noch einmal geprüft werden.

Für Peter Streubel (Die Linke) war es der richtige Weg, die breite Öffentlichkeit einzubeziehen. „Das ist ein wichtiges Instrument in schwierigen Zeiten, wo wir uns in immer stärkerem Maß Politikverdrossenheit, Nörgelei, Hetze und Desinteresse ausgesetzt sehen. Ich schlage vor, das Forum auch bei anderen wichtigen Themen anzubieten.“

Von Christian Kunze

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