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Oschatz Oschatzer Stadtrat informiert sich über die Modernisierung des Platschbades
Region Oschatz Oschatzer Stadtrat informiert sich über die Modernisierung des Platschbades
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05:55 27.10.2016
Gute Laune nicht nur beim Platschfrosch – mit dem vorgestellten Projekt bekennt sich der Oschatzer Stadtrat zur Zukunft des Bades. Ob es allerdings Fördermittel für die Modernisierung gibt, ist noch unklar. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Die Zukunft des Oschatzer Platschbades ist inzwischen ein kommunaler Dauerbrenner geworden. Nach diversen Ratsbeschlüssen aus der Vergangenheit, bei denen es vor allem darum ging, aufgelaufene Kosten aufzufangen und die Betriebsweise an das schaler werdende Budget anzupassen, haben sich die Oschatzer Stadträte gestern erneut mit dem Bad beschäftigt.

Diesmal ging es um das geplante Modernisierungsvorhaben des Platschbades. Schon bei zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr, zuletzt bei der Vereinsehrung, hatte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar darauf hingewiesen, dass es ohne eine Modernisierung des Bades keine gesicherte Zukunft für das Platsch geben kann. „Wir haben im Vorfeld eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dabei ging es um die Frage, was müssten wir denn verändern, um den jährlichen städtischen Zuschuss am Bad auf 500 000 Euro abzusenken“, so Kretschmar. Jährlich eine halbe Million Euro als Zuschuss für das städtische Hallenbad mit Freibad wird als eine Größenordnung angesehen, die die Stadt stemmen kann. Wie das neue Platsch in Zukunft aussehen kann, damit hat sich in der Vergangenheit mehrfach der Aufsichtsrat des Bades beschäftigt. Mit dem Ergebnis wurden gestern erstmals die Oschatzer Stadträte konfrontiert.

Das neue Konzept sieht vor, dass das Bad zu einer multifunktionalen Einrichtung umgebaut wird. Ein Bestandteil bleibt natürlich der Badebetrieb sowie der bestehende und offenbar gut laufende Saunabetrieb. Doch geplant ist, dem Gebäudekomplex noch weitere Standbeine zu geben. So war schon vor der Ratssitzung bekannt, dass eine Kegelwettkampfanlage dazukommen soll. Ganz neu ist die geplante Erweiterung des Gebäudekomplexes um Übernachtungsmöglichkeiten, beispielsweise für Schulklassen.

„Wir befinden uns momentan noch in den Vorplanungen, in der erweiterten Ideensuche“, sagt der Architekt und Chef des Planungsbüros Bauconzept Bert Hoffmann. „Oschatz wird im Moment von der Bäderszene sehr genau beobachtet. In anderen Orten sind Bäder, nach dem sich nicht mehr wirtschaftlich geführt werden konnten, einfach geschlossen worden. Wir versuchen dem Bad als multifunktionale Einrichtung eine neue Perspektive zu geben. Das ist auch für andere Einrichtungen sehr interessant zu sehen“, so Hoffmann.

Den größten Einschnitt wird es bei der Wasserfläche geben. Die wird um 60 Prozent reduziert und letztlich nur noch 300 Quadratmeter groß sein, im Endeffekt einem Becken mit 25-Meter-Bahn entsprechen.

Mit der geplanten Vier-Bahnen-Anlage soll vor allem ein Ersatz für die verschlissene Kegelanlage im Wellerswalder Weg gesorgt werden. Diese Anlage soll allerdings auch öffentlich nutzbar sein. Insgesamt wird für Modernisierung und Umfunktionalisierung eine Summe von rund sieben Millionen Euro benötigt. In den kommenden Wochen sollen weitere Ideen ausgelotet werden. Allerdings ist auch schon geplant, im November im Stadtrat einen Beschluss zum Konzept zu fällen.

Von Hagen Rösner

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