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Oschatz Oschatzer TMG beteiligt sich als einzige nordsächsische Schule am Landesprotest
Region Oschatz Oschatzer TMG beteiligt sich als einzige nordsächsische Schule am Landesprotest
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16:44 28.03.2012
Oschatzer Gymnasiasten fordern einen verlässlichen Stundenplan mit ausreichend Lehrkräften und weniger Ausfall- oder Ersatzstunden. Sie protestierten gestern stellvertretend für viele andere Schüler in Nordsachsen. Quelle: Hagen Rösner

Von Hagen Rösner

Hintergrund des Protestes ist der ständige Lehrermangel an vielen sächsischen Schulen. So beklagten sich gestern vor dem Oschatzer Thomas-Mann-Gymnasium Schüler, dass es in manchen Fächern so viele Ausfallstunden gibt, dass schlechte Prüfungsnoten befürchtet werden. So sollen auf Grund von Lehrermangel am Oschatzer Gymnasium sogar aus ehemals vier siebenten Klassen nur noch drei Klassen gebildet worden sein. Im Fremdsprachenfach Französisch gebe es nur noch sporadisch Unterricht.

Für Daniela Winkler vom nordsächsischen Kreiselternrat ist der Lehrermangel, die Abordnungen an andere Schulen oder sogar zum Einsatz an Hochschulen nicht mehr hinnehmbar. "Das geht auf Kosten unserer Kinder. Das wollen und können wir nicht mehr dulden", sagt Daniela Winker. Sie unterstützte gestern die Oschatzer Mädchen und Jungen bei ihrem Protest vor dem Schulgebäude. Allerdings gilt die Forderung nach mehr Lehrern nicht nur für Oschatz, sondern auch für viele weitere Schulen in der Region und Nordsachsen. "Für uns ist die Situation schlecht, weil wir befürchten, dass uns letztlich bei den Prüfungen wichtiger Unterrichtsstoff fehlt, um gute Noten zu erreichen", meinen die Schüler Marika Geipel und Denis Winkler. Und auch bei den Lehrern ist der Kollegenmangel ein oft diskutiertes Thema. "Uns fehlten teilweise die jungen Lehrer, die mit frischen Ideen kommen", meint Lehrerin Silvia Knott. Dabei sehen sie und ihre Kollegen in der jetzigen Situation eine Spirale, die kaum mehr zu stoppen sei. "Wenn die Belastungen für die Lehrer weitersteigen, steigt die Krankheitsrate, die Arbeit muss weiter verteilt, werden, was wieder zu Ausfällen durch Krankheit führt", meint Knott.

Warum gerade jetzt protestiert wird, darüber klärt Daniela Winkler auf. "Für mich hat der vorherige Bildungsminister Roland Wöller mit seinem Rücktritt ein Zeichen gesetzt. Die Bildung in Sachsen benötigt mehr Geld, sonst werden unsere Kinder später benachteiligt sein", sagt die Kreiselternratssprecherin.

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