Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Tafel versorgt mehr als 1500 Bedürftige
Region Oschatz Oschatzer Tafel versorgt mehr als 1500 Bedürftige
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 06.07.2017
Volkmar Winkler (l.) zu Besuch bei Tafelleiterin Rita Brückner (2.v.l.), dem Tafelvereinsvorsitzenden und den Mitarbeiterinnen in der Lichtstraße. Quelle: André Pitz
Oschatz

Zwei kleine Briefumschläge hatte der sächsische Landtagsabgeordnete Volkmar Winkler (SPD) im Gepäck, als er am Mittwoch die Oschatzer Tafel besuchte. Jeweils 100 Euro für Mitarbeiter und anstehende Investitionen übergab er der Tafel und erkundigte sich nach der aktuellen Lage.

„Zurzeit kommen etwa 1550 Bedürftige bei uns vorbei. Zwei Drittel setzen sich aus jungen Familien, Alleinstehenden und Rentnern zusammen. Der Rest bezieht Hartz IV“, erläutert Rita Brückner, Leiterin der Tafel. Seit etwa einem halben Jahr bewege sich die Zahl bereits auf diesem Level. Die Tafel rechnet jedoch damit, dass die in den nächsten zwei bis drei Jahren weiter zunehmende Altersarmut die Zahl der Bedürftigen in die Höhe treiben wird.

Damit in der Lichtstraße alles rund läuft, greifen Rita Brückner 23 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, fünf Ein-Euro-Jobber und sieben Bundesfreiwilligendienstleistende unter die Arme. „Damit bewegen wir uns im guten Mittelfeld. Ich habe immer jemanden, den ich schnell anrufen kann oder der mit jemandem tauscht“, berichtet Brückner. Trotz der relativ dichten Personaldecke ist zusätzliche Hilfe immer gern gesehen. „Unsere Türen stehen jedem offen, der mal bei uns reinschnuppern oder mitmachen möchte“, betont die Tafelleiterin.

Auch die Versorgungslage sah schon mal kritischer aus. „Im Moment hapert es nur an frischem Obst und Gemüse“, sagt Brückner. Aktuell kann sie das noch mit Tiefgefrorenem ausgleichen, was gleichzeitig weniger Arbeitsaufwand bedeutet, da nichts geputzt und sortiert werden muss.

Versorgt wird die Tafel derzeit durch mehrere feste Partner. Dazu zählen unter anderem alle Discounter aus dem Altkreis Oschatz, die Bäckereien Starke (Oschatz), Wentzlaff (Sornzig) und Jung (Oelsitz) sowie verschiedene Direktvermarkter und das Kartoffellagerhaus Falkenhain. „Man muss immer beachten, dass niemand extra für die Tafel produziert. Wir bekommen, was am Ende übrig bleibt“, unterstreicht Brückner. Die Discounter bestellten gegenwärtig immer weniger Obst und Gemüse, da Preise und Kaufverhalten nicht mehr so gut wie früher seien. Diese Entwicklung schlägt sich auch auf das Angebot der Tafel nieder.

Von André Pitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Normalerweise müssten jetzt in den Wäldern der Region schon die Pilze aus dem Boden sprießen, doch dafür ist es viel zu trocken. Der Schwetaer Pilzberater Wolfgang Berger hofft deshalb auf Regen. Der 85-Jährige ist anerkannter Pilzberater und gibt sein Wissen bei Bedarf an Pilzsammler weiter. Im vergangenen Herbst waren es 150 Leute.

06.07.2017

Die Kemmlitzer Blasmusikanten laden am 18. Juli zur öffentlichen Probe in den ehemaligen Gasthof Thiere in Neusornzig ein. Zu dieser Probe sind nicht nur Zuhörer willkommen, sondern auch musikalisch interessierte junge Menschen, die ein Instrument spielen und gleich mitproben können. Das Orchester sucht dringend Nachwuchs.

05.07.2017

Wenn es etwas gibt, was den Oschatzern genau so lieb ist wie die Modenacht, dann ist es ihr Stadt- und Vereinsfest. In der wechselvollen Geschichte der Veranstaltung gab es dieses Jahr Dank den neuen Hauptorganisatoren Steven Dornbusch und Uta Moritz frischen Wind, neue Schwerpunkte und Kritik. Beteiligte Vereine ziehen jetzt Bilanz.

05.07.2017