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Oschatzer Türmer empfängt Hochzeitspaar

Saisonstart Oschatzer Türmer empfängt Hochzeitspaar

In der Kirche heiraten ist üblich. Aber auf dem Kirchturm feiern weniger. Die Türmerwohnung auf St. Aegidien nutzten die frischgebackenen Eheleuten Katrin und Thorsten Kay jetzt für ihren Hochzeitsempfang. Zum Saisonauftakt stiegen am Osterwochenende außerdem Gäste aus Leipzig und Chemnitz die 199 Stufen in die Türmerstube empor.

Das frisch vermählte Paar Kathrin und Thorsten Kay mit Türmer Alexander Nitsche (r.).

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Na, die trauen sich aber was: Kathrin Kay, geborene Höschler und Thorsten Kay machten aus ihrer Hochzeit eine Hoch-Zeit: Noch vor der offiziellen Saison-Eröffnung der Türmerwohnung auf St. Aegidien am Karsamstag nutzte das frisch gebackene junge Ehepaar die Räume in luftiger Höhe für eine kleine Feier mit ihrer Hochzeitsgesellschaft. Die erste Bewährungsprobe hat die junge Ehe damit schon einmal hinter sich – den Aufstieg die 199 Stufen in die historische Türmerstube im Südturm des Oschatzer Wahrzeichens am Gründonnerstag.

Solche Anlässe sind gefragt, sagt Dieter Ahrens, einer der knapp 40 ehrenamtlichen Türmer, die an den Wochenenden und Feiertagen im Zwei-Schichten-System die Öffnungszeiten absichern. Seit er vor rund fünf Jahren zum Team stieß, habe es über den Dächern schon Geburtstage, Konfirmationen, Schulanfänge und andere Feierlichkeiten gegeben. Der Thalheimer weist darauf hin, dass solche Gruppenbesuche nur mit Anmeldung möglich sind, damit sich die Diensthabenden darauf einrichten können.

Am Karsamstag erlebte St. Aegidiens Kleinod auf 75 Metern Höhe einen sonnigen Saisonstart. Rund 80 Männer, Frauen und Kinder kamen binnen sechs Stunden nach oben. Der meiste Trubel herrschte kurz nach dem Schichtwechsel: Um 15 Uhr, zur besten Kaffeezeit, gab es auf allen drei Etagen der Wohnung vorübergehend nur noch Stehplätze. Zwischen der ein oder anderen Anekdote über das Leben der Türmerfamilie Quietzsch und dem Abkassieren der nächsten Besucher fand Dieter Ahrens Gelegenheit, über seine Aufgabe zu plaudern: „Ich freue mich, dass es wieder losgeht“, so der 67-Jährige. In diesem Jahr rechnet er mit einem Besucherplus durch die zweite Kleine Gartenschau im Juni und die besonderen Aktionen im Zuge des Jubiläums 25 Jahre Förderverein „Rettet St. Aegidien“. Stammgäste erwartet er ebenfalls, und die kommen nicht nur aus der Region. „In den vergangenen Jahren hatten wir Besuch von einer Gruppe Radfahrer aus Radebeul und Motorradfahrern aus Leipzig. Es würde mich nicht wundern, wenn die im Sommer wieder einen Abstecher zu uns machen.“

Zum wiederholten Male in Oschatz waren am Karsamstag auch Ina Möckel und ihr Ehemann Hans-Ullrich. Sie hatten im Jahr 2006 die Landesgartenschau besucht und sich damals in die Stadt verliebt. „Seitdem kommen wir regelmäßig hier her. Die sanierte Innenstadt ist eine Augenweide, das Gartenschau-Gelände hat sich etabliert“, sagte Ina Möckel. Nur in die Türmerwohnung haben es die Leipziger bisher noch nicht geschafft. „Da können wir jetzt auch einen Haken dran machen“, meinte ihr Mann. Hans-Ullrich Möckel schätzt außerdem, dass es in und um das Zentrum genügend Parkplätze gibt. „Oschatz ist immer eine Reise wert. Und wenn wir das nächste Mal herkommen, bringen wir unsere Kinder und die Enkel mit. Die werden von der Türmerwohnung ganz begeistert sein“, ist er überzeugt.

Kurz bevor die weißen Fahnen eingeholt und die Türen der Türmerwohnung verschlossen wurden, huschten Silke Rösner-Ullrich und Andreas Ullrich noch hinein. Die Chemnitzer sind zur Kur in Schmannewitz und kannten Oschatz bisher nur vom Hörensagen. „Wir sahen von der B 6 die Kirchtürme schon von Ferne. Da war klar: Hier müssen wir unbedingt rauf“, sagte Andreas Ullrich.

Von Christian Kunze

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