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Oschatz Oschatzer Unternehmer Holger Schmidt tritt für seine Heimatstadt ein
Region Oschatz Oschatzer Unternehmer Holger Schmidt tritt für seine Heimatstadt ein
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06:00 11.09.2017
Unternehmer Holger Schmidt möchte seine Heimatstadt Oschatz nicht verlassen. Quelle: Foto: Anton Zirk
Oschatz

Am 9. Oktober geht das Galeriegespräch im Thomas-Müntzer-Haus in Oschatz in die zweite Runde. Das Thema wurde bewusst kontrovers gewählt: „Oschatz – Nabel der Welt!?“, lautet die Vorlage. Einer der vier Teilnehmer, die über die Potenziale der Stadt diskutieren, ist mit Unternehmer Holger Schmidt ein waschechtes Kind der Döllnitz-Stadt.

Aufgewachsen in Oschatz trat der gelernte KfZ-Schlosser 1991 in den Familienbetrieb ein. Seit 2001 hat der CDU-Stadtrat das alleinige Sagen im Mazda-Autohaus. Seine Heimatstadt zu verlassen und andernorts das berufliche Glück zu suchen, kam für den 49-Jährigen trotz lukrativer Angebote nicht in Frage. „Natürlich habe ich mich nach der Wende in den alten Bundesländern umgeschaut. Aber am Ende hat sich nie der Moment ergeben, an dem ich weg wollte. Geld ist nicht alles.“

Schmidt will mitgestalten

Aus der engen Verbundenheit zu „seiner Stadt“ und der beruflichen Existenz, die er erfolgreich weiterführt, erwächst aus Schmidts Sicht auch Verantwortung. „Ich verdiene mein Geld damit, dass die Menschen bei mir Autos kaufen. Da möchte ich auch etwas zurück geben.“ Dies sei der Grund, warum er unter anderem im Lions Club aktiv ist. Das Engagement als Stadtrat, bei dem er versuche, etwas für die Stadt zu bewegen, sei zudem ein demokratisches Recht, das er nicht ungenutzt lassen möchte.

Wie positiv sich Oschatz entwickelt habe, beobachtet Schmidt deshalb mit besonderer Freude. Es gebe mittlerweile eine gute Infrastruktur. Aber auch in Sachen Bildung, Kinderbetreuung und Freizeitmöglichkeiten müsse sich die Kleinstadt nicht verstecken. „Diese Punkte – dazu die Nähe zu Leipzig – sind Dinge, die es gilt, nach außen zu tragen. Es geht nicht darum, unsere Heimat größer zu machen, als sie ist. Aber Menschen, die nach der Wende weggegangen sind, sollte man zeigen, dass hier in den vergangenen 27 Jahren einiges passiert ist. Wir haben eine hohe Lebensqualität.“ Seinen Kindern rät er dennoch, sich für eine gewisse Zeit in der Welt umzuschauen: „Das ist gut für den Charakter. Umso schöner wäre es, wenn sie dann irgendwann in die Region zurückehren.“

Das 2. Galeriegespräch findet am Montag, den 9. Oktober, im Thomas-Müntzer-Haus statt. Beginn: 19 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro. Jugendliche bis 16 Jahre zahlen nichts.

Von Anton Zirk

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