Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Verband empfängt Kollegen aus Muldental und Delitzsch
Region Oschatz Oschatzer Verband empfängt Kollegen aus Muldental und Delitzsch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 08.11.2018
Ingo Klaus und Frank Böhme im Gespräch mit Peter Jahn auf der Kläranlage Oschatz (von links). Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Einen Tag auf dem Gelände der Kläranlage des Abwasserverbandes „Untere Döllnitz“ verbrachten am Donnerstag gut zwei Dutzend Vertreter der Kläranlagennachbarschaft Delitzsch und Muldental.

Austausch seit fünf Jahrzehnten

Seit rund fünf Jahrzehnten pflegen Mitarbeiter von Wasser- und Abwasserverbänden, Behörden und Ingenieurbüros beider benachbarter Regionen in diesem Rahmen einen fachlichen Erfahrungsaustausch – in der Regel zwei Mal jährlich. Anfangs geschah dies unter dem Dach der ATV (Abwassertechnische Vereinigung), seit 25 Jahren unter deren Nachfolgeinstitution DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall), informiert Mitinitiator Frank Böhme, Diplom-Ingenieur mit eigenem Büro für Wasserwirtschaft und Tiefbau.

Besuch in der Ausstellung „Drauf geschissen“

Die 49. Zusammenkunft dieser Art führte nach Oschatz. Ausschlaggebend dafür war die Sonderausstellung „Drauf geschissen“ zur Geschichte der Toilette im Stadt- und Waagenmuseum. „Ich habe in der Delitzscher Ausgabe der LVZ von der Schau gelesen und vorgeschlagen, dass wir das nächste Treffen an der Döllnitz abhalten; um uns die Ausstellung anzusehen“, sagt Ingo Klaus, Leiter der Kläranlage des Abwasserverbandes Delitzsch. Die Führung rund um das stille Örtchen bildete den Abschluss des Treffens. Zuvor lauschten die Vertreter aus den Regionen der ehemaligen Landkreise Delitzsch und Muldental Vorträgen und Erläuterungen des Oschatzer Personals während eines Rundgangs auf der Anlage in der Mannschatzer Straße.

Solche Rundgänge sind obligatorisch. Besuche wie die des Museums in Oschatz haben jedoch Seltenheitswert. „Ansonsten gelingt es mir , unsere Rundengespräche mal mit einen Quiz aufzulockern. Wir sind bestrebt, alles so praxisnah wie möglich zu gestalten. Und für die Facharbeiter, Meister und Ingenieure ist es wichtig, neben der eigenen Anlage auch einmal andere Einrichtungen kennen zu lernen“.

Der Austausch der einzelnen Planer, Verbände und Verwaltungen untereinander sei unerlässlich, um die Herausforderungen der Abwasserentsorgung zu bewältigen. „Machen wir uns nichts vor, das was uns alle miteinander beschäftigt, sind die gleichen Probleme. Neue Standards bei der Klärschlammverwertung, die Herausforderungen, im gleichen Verbandsgebiet mit einer rückläufigen Zahl von Haushalten zu wirtschaften oder aber die geänderten Strukturen durch Gemeindegebiets- und Kreisreformen – all das beeinflusst unsere Arbeit.“

Methoden der Eigenanalytik im Fokus

Im Fokus der Zusammenkunft in Oschatz standen die Methoden der Eigenanalytik. „Die eigene Labortechnik zur Untersuchung des Abwassers immer auf dem neuesten Stand zu halten oder Messfehler zu vermeiden sind da nur zwei Beispiele. Wir sind bestrebt, für jede unserer Zusammenkünfte Referenten zu gewinnen. Dieses Mal fiel die Wahl auf die Macherey-Nagel GmbH, einen Anbieter für Filteranlagen, Labortechnik und Wasseranalytik“, so Frank Böhme. Obligatorisch ist für die Nachbarschaft ebenfalls die Entnahme von Abwasserproben und die spätere Analyse im Labor.

Auch „Untere Döllnitz“ engagiert sich in einer solchen Nachbarschaft – jedoch gemeinsam mit den Regionen Döbeln und Leisnig, erklärte Sachbearbeiterin Ricarda Wohllebe. Deren nächstes Treffen ist Ende November geplant – und wird ebenfalls in Oschatz stattfinden.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nicht nur einen neuen Vorhang, sondern auch eine neue Veranstaltungsserie erwarten die Oschatzer im Thomas-Müntzer-Haus. In dieser Woche wird der Stoff ausgewechselt und ab Februar locken zehn verschiedene Veranstaltungen.

08.11.2018

Für ihre Fahrten zu Trainings- und Auswärtsspielen übernehmen die Wermsdorfer Fußballer einen Bus vom Bauhof der Kommune. Die Gemeinderäte stimmten der Übertragung zu.

08.11.2018

Alle Jahre wieder bietet die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ die Möglichkeit, Kindern in Not eine Freude zu bereiten. Am Dienstag haben Teilnehmer an er Christenlehre im Pfarrhaus Dahlen Päckchen gepackt.

08.11.2018