Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Vereine ziehen durchwachsene Stadtfest-Bilanz
Region Oschatz Oschatzer Vereine ziehen durchwachsene Stadtfest-Bilanz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 05.07.2017
Mitveranstalter Steven Dornbusch, Joachim Rolke als Kopf des Vereinsmarktes und Lars Bittig vom SV Merkwitz beim Faßbieranstich des Stadt- und Vereinsfestes. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Anzeige
Oschatz

Neues Konzept, neuer Veranstalter, aber bewährte Partner: Das Stadt- und Vereinsfest ist Geschichte. OAZ nahm die nicht öffentliche Auswertungsveranstaltung zum Anlass, beteiligte Vereinsvertreter ein Fazit ziehen zu lassen.

Claudia Hoffmann ist mit dem Stadtfest als Besucherin vertraut, als Teamleiterin des Vereins Sprungbrett Riesa, der seit Jahresbeginn das Jugendhaus in der Lichtstraße betreibt, war die Teilnahme für sie jedoch eine Premiere. Während die Angebote ihres Vereins vor allem am Sonnabend von Kindern, Jugendlichen und Familien gut besucht waren und sie gezielt für die Ferien- und sonstige Angebote werben konnte, sei die Jugendbühne in der Lutherstraße nur wenig besucht gewesen. „Hier muss es gelingen, die Jugendlichen stärker einzubeziehen. Sofern das gewünscht ist, werden wir dabei kommendes Jahr im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen“, so Hoffmann.

Alternativen sind gefragt

Hans-Günter Sirrenberg war für den Verein „Rettet St. Aegidien“ vor Ort. Er lobte die gut besuchte, konstruktive Auswertungsveranstaltung. Zum Fest selbst erklärte er, dass es schwierig gewesen sei, für beide Festtage Personal abzustellen. „Deshalb waren einige Vereine nur Sonnabend da, obwohl sie für beide Tage angekündigt waren, das war nicht so gut“, meint er. Negativ schätzte er den Besucherrückgang am Sonntag ein. „Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht am Programm. Hier sind Alternativen nötig“.

Lukrativere Angebote für den Festsonntag wünscht sich auch Thomas Grundmann aus Mannschatz. Als Vertreter der Fördervereins der kirchlichen Kindertagesstätte „Unter dem Regenbogen“ wünscht er sich eine stärkere Fokussierung auf die Familie. „Ich könnte mir sportliche Gaudi-Wettbewerb für mehrere Generationen vorstellen – zwischen Gottesdienst und der Mittagszeit. Das zieht Leute in die Stadt und gibt den Vereinen eine andere Möglichkeit, sich einzubringen“, schlägt er vor. Die Leere in der Lutherstraße sollte zu denken geben. „Vielleicht ist es besser, die Attraktionen auf Sporerstraße, die beiden Märkte und Altoschatzer Straße zu beschränken“.

Ehrenamtliche Akteure einbeziehen

Joachim Rolke als Kopf des Fördervereins Vereinsmarkt Oschatz zeigt sich mit dem Besucheraufkommen zufrieden. Dass Vereine Probleme damit haben, genug Personal für solch ein Event abzustellen, ist für ihn ein Achtungszeichen. „Wir dürfen die Ehrenamtlichen als Akteure nicht aus dem Blick verlieren“. Dennoch werde man nicht darum herum kommen, die Vereinsmeile zu reduzieren.

Zum ersten Mal auf der Vereinsmeile präsent waren 2017 die Sportler des SV Merkwitz. Sie punkteten vor allem mit ihren Mitmachangeboten rund um den Fußball. „Wir waren immer beschäftigt, hatten viel Besuch und waren überrascht ob der tollen Organisation“, meint Lars Bittig. Das Fest sei eine gute Möglichkeit für Vereine, sich zu präsentieren. Für Bittig steht fest, dass die Merkwitzer auch im Jahr 2018 wieder mitmachen.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der ehemalige Konsum in Ablaß soll abgerissen werden. Jahrelanger Leerstand hat das Gebäude zum Schandfleck Nummer eins im Mügelner Ortsteil werden lassen. Nach dem Abriss ist zunächst die Begrünung des Areals vorgesehen. Aber auch als Baugrundstück für ein Eigenheim eignet sich die Fläche.

08.07.2017

Interessenten im ländlichen Raum, die an einer Projektförderung interessiert sind, haben jetzt die Möglichkeit sich zu bewerben. Innerhalb des Leader-Projekte wird jetzt zu einer neuen Förderrunde aufgerufen. Insgesamt stehen diesmal rund 4 Millionen Euro für die Förderung zur Verfügung.

08.07.2017

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sind dabei, die Straßeneinläufe und Gullideckel auf freien Ablauf von Regenwasser zu überprüfen. Denn schüttet es in Mügeln vom Himmel wie aus Eimern, besteht Hochwassergefahr. Doch das erforderliche Hochwasserrückhaltebecken bekommt die Stadt nicht.

08.07.2017
Anzeige