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Oschatz Oschatzer Vogelzüchter stellen Exoten aus
Region Oschatz Oschatzer Vogelzüchter stellen Exoten aus
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00:21 09.10.2017
Solche Rotflügelsittiche sind zur Ausstellung in Oschatz zu sehen. Ein Video im Internet unter: lvz.de/Region/Oschatz Quelle: Foto: Jana Brechlin
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Oschatz

Bei Helga und Wilfried Bernhardt hat alles ganz harmlos angefangen. Ihre Tochter bekam einen Wellensittich geschenkt. Der sollte nicht in die Wohnung, sondern kam in eine extra angefertigte Voliere in die Sitzecke des Gartens. Dort war er zwar ein hübscher Blickfang, zunächst aber noch allein, weshalb bald ein zweiter Wellensittich dazu kam. Es dauerte nicht lange, und die ganze Familie war angetan: „Andere Rassen waren dann auch schön, und so kam immer mehr dazu. Ziervögel sind doch was für das Auge“, findet Wilfried Bernhardt. Davon können sich Besucher zur Ausstellung der Oschatzer Vogelzüchter am 14. und 15. Oktober im „O“ überzeugen.

Von Kaninchen und Hühnern zu Exoten

Früher hatte des Ehepaar auf dem Grundstück in Oschatz Kaninchen und Hühner gehalten, nun war der Züchterehrgeiz bei den Exoten geweckt, und 1974 traten beide in den Vogelzuchtverein ein, dessen Vorsitzender Wilfried Bernhardt 26 Jahre lang war.

Mittlerweile hat Andreas Stange dieses Amt übernommen, als Mitglieder sind Bernhardts aber nach wie vor aktiv. Zwischen 70 und 100 Tiere verschiedener Arten hat das Rentnerpaar in Volieren, um die Vermarktung kümmern sich die Vereinmitglieder selbst. Über Vogelbörsen oder durch Fachzeitschriften finden Jungtiere neue Besitzer – oder eben zur Vogelausstellung, zu der der Oschatzer Verein in die Rundhalle des O-Schatz-Parks einlädt. „Dort sind sicher 150 Tiere zu sehen, und einige stehen auch zum Verkauf“, kündigt Wilfried Bernhardt an. Außerdem werden Tombola und Miniflohmarkt organisiert. Die Ausstellung ist an beiden Tagen 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Schau alle zwei Jahre

Diese Schau organisieren die Oschatzer aller zwei Jahre. „Das ist gut für den Zusammenhalt im Verein und eine Gelegenheit für die Mitglieder, ihre schönsten Tiere zu präsentieren“, weiß Bernhardt. Zum 33. Mal laden die Züchter jetzt dazu ein. Aktuell gehören 22 Mitglieder zum Verein. „Damit stehen wir gut da, vor allem, weil wir auch Züchternachwuchs haben“, schätzt der Oschatzer ein. Zu DDR-Zeiten sei die Vogelzucht wesentlich verbreiteter gewesen, was auch daran ablesbar sei, dass der Verein damals 40 Mitglieder zählte. Zudem war das Hobby früher lukrativ: Der Staat kaufte die Exoten für den Export auf. Rotflügelsittiche, wie sie Helga und Wilfried Bernhardt unter anderem haben, kosteten früher schon einmal 7000 bis 8000 DDR-Mark. „Das konnten wir uns damals nicht leisten“, winken die Eheleute ab. Heute allerdings gehören die Vögel mit dem farbstarken Federkleid zum Bestand der Züchter. „Derzeit kosten die 100 Euro, und das haben sie in einem Jahr verfressen“, meint Wilfried Bernhardt schmunzelnd.

Darüber hinaus züchten die Oschatzer Plattschweifsittiche, Blaskopfrosellas, Gelbbauch- und Rotflügelsittiche sowie Finken.

Die farbenfrohe Vogelschar satt zu bekommen, verlangt Arbeit: Grünfutter, Getreide, Sonnenblumenkerne, Hirse, Äpfel oder Birnen stehen auf dem Speiseplan der Tiere, von denen manche ein paar Jahrzehnte alt werden können. „Dabei mag nicht jeder alles – der eine liebt Äpfel, der andere guckt die nicht einmal an“, hat Helga Bernhardt beobachtet. „Man lernt so nach und nach die Marotten von allen kennen“, fügt Wilfried Bernhardt hinzu. Tipps zur Haltung und Versorgung der Ziervögel geben die Vereinsmitglieder zur Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung.

Von Jana Brechlin

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