Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Waagenfabrik und Betonwerk stehen für Industriekultur
Region Oschatz Oschatzer Waagenfabrik und Betonwerk stehen für Industriekultur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 27.03.2018
So wie sich die Waagenfabrik gern Fachbesuchern öffnet, wie beim Treffen des Vereines für Metrologie, so sind hier in dieser Woche auch an Industrie interessierte Besucher gern gesehene Gäste.
Anzeige
Oschatz

Die Industrie- und Handelskammer Leipzig veranstaltet in dieser Woche zum vierten Mal die „Tage der Industriekultur“. Zu den insgesamt 86 Teilnehmern, darunter Vereine, Künstlergruppen sowie 46 Unternehmen und IHK-Mitglieder, gehören in diesem Jahr erstmals Oschatzer.

„Wir wollen zeigen, dass es keine Perspektive ohne Tradition geben kann“, sagt Heinrich Moritz Jähnig vom Organisationsteam. Er hoffe, dass es mit den Angeboten gelingt, Jugendliche – vielleicht auch mit ihren Eltern – für Technik zu begeistern. Im Vorjahr hätten die teilnehmenden Unternehmen und anderen Akteure bis zum Redaktionsschluss rund 4000 Besucher gemeldet. Aufgrund einiger später eingegangener Nachrichten gehe er davon aus, dass die Resonanz tatsächlich noch höher gewesen sei.

In Oschatz öffnen in dieser Woche zwei Firmen ihre Tore. Am Donnerstag und Freitag, jeweils von 8 bis 15 Uhr, lädt die Waagenfabrik zu Rundgängen ein. „Es gibt keine festen Anfangszeiten. Wir sind in der Lage, die Interessenten jederzeit durch die laufende Produktion zu führen“, betont Geschäftsführer Jörg Ulmitz, der jedoch nicht mit einem riesigen Andrang rechnet. Eine Teilnahme halte er aber auf jeden Fall für sinnvoll. „Das Stadt- und Waagenmuseum ist mit seinen Öffnungszeiten ebenfalls im Programm aufgelistet. Da können wir Interessenten gemeinsam eine komplette Linie von der Historie bis zur aktuellen Produktion zeigen“, erläutert der Waagenbau-Geschäftsführer.

Ein weiterer Oschatzer Akteur bei den „Tagen der Industriekultur“ ist das Betonwerk. „Ich hoffe, dass diese Aktion das Interesse an der Industrie und deren Berufen weckt“, erklärt Matthias Schurig. Gerade im ländlichen Raum sei es schwierig, die benötigten Fachkräfte zu finden. Ein Rundgang in der Praxis könne zumindest vermitteln, dass es hier jeden Tag neue Herausforderungen gäbe – das Richtige für Leute, die nicht jahrein, jahraus am Bürocomputer sitzen wollen. Im Betonwerk seien Handarbeit und handwerkliches Geschick ebenso gefragt wie der Umgang mit automatisierten Abläufen. Der Betriebsrundgang im Betonwerk Oschatz findet am Donnerstag, 10 Uhr statt. Für den Rundgang ist festes Schuhwerk erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt.

Mit der ersten Teilnahme Oschatzer Unternehmen verbindet Heinrich Moritz Jähnig eine Hoffnung: „In der Wurzener Region fingen die ,Tage der Industriekultur’ auch in kleinem Maßstab an. Mittlerweile organisiert die dortige Standortinitiative ein eigenes Programm und stößt damit auf große Resonanz.“ Tatsächlich würden Industrie und Wirtschaft in Großstadt und Umland einander bedingen und nur in diesem Zusammenspiel könne die mitteldeutsche Wirtschaftsregion als Ganzes funktionieren.

Von axel Kaminski

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Schloss Hubertusburg in Wermsdorf braucht dringend eine nachhaltige Nutzung, fordert Bürgermeister Matthias Müller. Unterstützung erhält er von Akteuren von Ort und Politikern aus Dresden und Berlin. Die Bedeutung für die regionale Tourismuswirtschaft vergleicht Müller mit der DHL-Ansiedlung für Leipzig.

10.08.2016

Bei ihm kommt es auf die Länge an: Bernd Hollandt aus der Uckermünde Heide in Mecklenburg-Vorpommern ist einer der Männer, die jüngst in Hof ihrem liebsten Hobby frönten. Auf Einladung des Hofer Zollstocksammlers Volkmar Thürmer kam der 58-jährige zum Kaufen, Tauschen und Plaudern mit der Presse.

09.08.2016

Sieht man am Südturm der St. Aegidienkirche in Oschatz weiße Fahnen wehen, dann ist die Türmerstube offen. Ein hauptamtlicher Türmer und knapp 40 Ehrenamtliche sichern die Öffnungszeiten ab. Christian Kunze gehört zu diesem Türmer-Team und berichtet in unregelmäßigen Abständen von Begegnungen und Besuchern über der Stadt.

09.08.2016
Anzeige