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Oschatz Oschatzer Wahlforum mit Jugendlichen im E-Werk
Region Oschatz Oschatzer Wahlforum mit Jugendlichen im E-Werk
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17:28 04.09.2017
Im U-18-Wahlforum, von links nach rechts: Christoph Waitz (FDP), Marian Wendt (CDU), Rüdiger Kleinke (SPD), Moderatorin Christine Keilholz (freie Journalistin), Susanna Karawanskij (Die Linke) und Jörg Bornack (Die Grünen). Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Von wegen politikverdrossen: 80 Zehntklässler der Oberschule Robert Härtwig löcherten am Montag Direktkandidaten des Wahlreises 151 (Nordsachsen) für die Wahl zum Deutschen Bundestag am 24. September. Das Forum im Vorfeld der U-18-Wahl am 14. September wurde organisiert vom Jugend-, Kultur- und Umweltzentrum E-Werk – und ist die einzige Veranstaltung dieser Art in Oschatz.

Nicht dabei war der Direktkandidat für die Alternative für Deutschland (AfD), Detlev Spangenberg. Moderatorin Christine Keilholz sagte, man beschränke sich auf Parteien, die im Bundestag vertreten sind oder waren. Jugendsozialarbeiterin Anja Kohlbach ergänzte, dass die AfD in den Materialen zur U-18-Wahl nicht vertreten ist.

Fülle von Themen

Die übrigen Bewerber sahen sich mit einer Fülle von Themen konfrontiert. Die Jugendlichen hatten mit ihren Gemeinschaftskundelehrern die Parteiprogramme durchgearbeitet. Das Spektrum der Fragen reichte von Elektromobilität über den Abgas-Skandal bis zu Asylpolitik, Tierschutz und Ehe für alle.

Nach lockeren Worten zur Motivation für das politische Amt (Rüdiger Kleinke, SPD: „Was du nicht selbst tust, macht kein anderer für dich“.) ging es in die Tiefe und in den Schlagabtausch. So hob Mandatsinhaber Marian Wendt (CDU) die geringe Arbeitslosenquote im Landkreis hervor, erntete aber Gegenwind von einem Schüler, der klarstellte, dass viele Menschen mehr als einen Job für ihren Lebensunterhalt benötigen.

Schulterschluss zwischen Christoph Waitz (FDP) und Rüdiger Kleinke

Größte Überraschung war der Schulterschluss zwischen Christoph Waitz (FDP) und Rüdiger Kleinke. Als letzterer für einheitliche Bildungsstandards warb, sprang ihm der Liberale bei. Auch wenn solche Koalitionen im Bund unwahrscheinlich sind, warb die Linken-Bundestagsabgeordnete Susanna Karawanskij dafür, den Wandel auf Bundesebene mit bisher nicht erprobten Koalitionen zu versuchen – etwa Rot-Rot-Grün. Karawanskij führte als Rezepte für Veränderung die Senkung des Verteidigungsetats und die Schmälerung der Schere zwischen Arm und Reich an.

Applaus erntete Rüdiger Kleinke für die Forderung, Manager der Automobilkonzerne wegen manipulierter Abgassoftware vor Gericht zu stellen und die Idee, Mehrausgaben für Bildung mit einer höheren Kapitalertragssteuer zu decken. Keine Begeisterung rief das Bekenntnis Marian Wendts zur Nato als Verteidigungsbündnis und der Erhaltung von Militärstützpunkten in Deutschland zur Sicherung des Friedens hervor. Wohlwollend aufgenommen wurde dafür sein Credo, beim Asylrecht zwischen Kriegs- oder Hungerflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen zu unterscheiden.

Jörg Bornack (Grüne) sprach sich für die stärkere Betrachtung von Umweltthemen und konkret gegen Massentierhaltung aus – auch wenn seine Partei keine Chance habe, den Kanzler zu stellen.

Von Christian Kunze

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