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Oschatz Oschatzer Weihnachtsbaum ist eine Rotfichte aus Kleinforst
Region Oschatz Oschatzer Weihnachtsbaum ist eine Rotfichte aus Kleinforst
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16:47 28.11.2018
Mit Hilfe eines Krans wird die zwölf Meter hohe Rotfichte auf dem Neumarkt errichtet. Quelle: Christian Kunze
Oschatz/Kleinforst

Autofahrer, die am Mittwoch ihr Fahrzeug entgegen des ausgeschilderten Parkverbots in der Parkstraße am Krankenhaus abgestellt hatten, staunten nicht schlecht: Kurz nach 9 Uhr fuhr eine zwölf Meter lange Rotfichte, eskortiert von den Stadtgärtnern und der Polizei, an ihnen vorbei.

Der Baum, transportiert von einem Lastwagen der Spedition Peter, kam aus der Forststraße im Oschatzer Stadtteil Kleinforst gefahren. Sein Ziel: der Neumarkt im Stadtzentrum. Dort schmückt das stattliche Exemplar in der bevorstehenden Adventszeit die Fläche als diesjähriger Oschatzer Weihnachtsbaum.

Er steht wie eine Eins: Der Oschatzer Weihnachtsbaum steht seit Mittwoch Vormittag auf dem Markt der Stadt. Der Transport aus Kleinforst verlief unspektakulär. Die zwölf Meter hohe Rotfichte wird – entsprechend beleuchtet – Glanz in die Adventszeit bringen.

Der bisherige Besitzer des Gewächses schaut schon etwas wehmütig, als die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei die Kettensäge ansetzen. Vor knapp 30 Jahren haben er, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, und seine Frau, den Baum als einen von mehreren aus der Schwäbischen Alb mitgebracht. „Das war beim ersten Austausch mit Berufskollegen in der Bundesrepublik nach dem Fall der Mauer“, erinnert er sich. Auch diese Art von Geschichte können Nadelgehölze der Region also erzählen.

Chefin der Stadtgärtnerei froh über Baum-Spender

Die Leiterin der Oschatzer Stadtgärtnerei, Kathleen Teschmit, ist froh, dass in diesem Jahr wieder jemand bereit ist, einen Baum für den Oschatzer Markt zur Verfügung zu stellen. „Es wird zunehmend schwieriger, geeignete Exemplare an zugänglichen Orten zu finden“, sagt sie. Sind beispielsweise Oberleitungen im Weg oder steht der Baum soweit im Gartengrundstück, dass der nicht mittels Kran auf einen Tieflader gehoben werden kann, dann muss sich die Gärtnerei nach einem Ersatzbaum umschauen.

Transport ohne Komplikationen

Das Wetter am Mittwochmorgen stimmt den Transporttrupp schon einmal auf Weihnachten ein. Es ist trocken, mit sieben Grad unter Null knackig kalt und die Sonne scheint, als die Rotfichte ihren Weg antritt. Der führt über die Eichstädt-Promenade und die Bundesstraße 6 schließlich ins Stadtzentrum., Die Fahrt verläuft ohne Komplikationen, gegen 9.30 Uhr nimmt der Speditionsfahrer Achmet Gärtner den letzten Abschnitt entlang der Lutherstraße und der Sporerstraße. Viele Schaulustige kommen ins Zentrum, etliche zücken ihre Smartphones und filmen das Geschehen.

Für Thomas Kayer und seine Kollegen der Stadtgärtnerei ist jetzt Millimeterarbeit gefragt. Der Stamm des Baumes muss so zurecht gesägt werden, dass er problemlos in die vorgesehene Vorrichtung zum Aufstellen passt. Gegen 11 Uhr am Vormittag ist auch das geschafft und der Baum steht. Die Beleuchtung wurde noch am selben Tag angebracht und wird Glanz in die Adventszeit bringen.

Von Christian Kunze

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